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Ludwig, dessen eben so milde als kräftige Verwaltung geach-tetem Andenken blieb. Streng, aber ohne die Zuneigung deSVolkes herrschte Georg von Wildenstein; doch mußte er zuge-ben, daß die vier Reichsländchen Appenzell, Hundweil, Teu-fen und Urnäschcn mit Z 2 Reichsstädten und den Häusern Bayern,Pfalz und Baden in einen Bund traten. — In Rhätien ver-minderte sich die Macht des Bischofs. Mißtrauisch beobachtetensich die Herren des Landes. Fehden des Grafen von Werden-berg mit dem Freyherren von Räzüns, u. A. m. brachten denSchauplatz des Krieges in die entlegensten Bergthäler.
Einverstanden mit Diebold von Ncuenburg, u. A. machteder Graf Rudolf von Kyburg, 1382, einen hinterlistigen Ver-such, die Stadt Solothurn zu überraschen. In der Nacht vomzehnte» Wintermonath versammelte» sich die Feinde, um durchdaS, an der Stadtmauer stehende Haus des von ihnen gewonnenenChorherren Hans am Stein unvermerkt einzudringen. Durch«inen Bauersmann, Hans Noth, wurde der Schultheiß noch imentscheidenden Augenblicke gewarnt. Schnell und unerschrockeneilten die Bürger auf die Mauern. Unfähig, mit Gewalt aus-zuführen, was der Hinterlist nicht gelungen war, verwüstete dererbitterte Rudolf die Gärten, und ließ die Unschuldigen, welcheihm in die Hände fielen, an Bäume aufhängen. Der vcrräthe-rtsche Chorherr wurde geviertheilt, das Chvrherrenstift um denZehente» von Selzach gestraft, und der treue Hans Roth vonden biedern Solothurnern mit einer, auch auf seine Nachkommenübergehenden Belohnung bedacht. Ein gleichzeitiger AnschlagdeS Grafen Rudolf auf Thun und Aarberg kam nicht zur Aus-führung.
Auf die Klage der Svlothurner wandte sich Bern an dieEiöSgenossen. Diese brachten ihre Beschwerden an den HerzogLeopold, welcher die Unternehmung des Grafen mißbilligte undjede Mitwiffcnschaft von sich ablehnte. Nun begannen, 1383,die Feindseligkeiten durch die gegenseitigen Streisereyen der Wer-ner und Solothurncr und der Kyburgischen Grafen. Die Berncr