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Zweyter Band.
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stehen, weil die V Orte ihre Besatzung nicht von Baden zu-rückziehen wollten, Bern und Zürich hingegen es allzu bedenk-lich fanden, nach dem Vorschlage du Lue'S und der Schiedorttdiese Verhandlungen nach Bern verlegen zu lassen; denn siesahen ein, daß sede an dem Sitze einer republikanischen Regie-rung gepflogene Unterhandlung Sie Gesandten und ihre Begleiterzu nahen Beobachtern seder politischen Bewegung macht, undimmer Viele ihren Einwirkungen bloß stellt-

Die Luzerner verstärkten sich in den freyen Aemtern; Zü-rich und die v Orte fingen an, den Verkehr auf die nothwen-digsten Lebensbedürfnisse zu beschränken. Bald hörte dieser ganzauf. Im Canton Zürich wurden einige Personen aus den VOrten gewaltsam behandelt, und dieß von den letztem gegenßüricherische Angehörige erwiedert. Mehrere Mahle raubtenoder erschossen die fünsortischeu Vorposten Vieh auf der Züri-cherschen Grenze, und dieß veranlaßte kleine Plänkeleyen. Am9 und 10 verließen die Gesandten der V Orte Baden, sogleichauch diejenigen von Zürich und Bern Königsfelden.

Der Nuntius hatte nichts unterlassen, um den Muth der VOrte zu beleben. Zu Rom wurden Gebethe für das Gluckihrer Waffen angeordnet. Aus Wallis kam ein Zuzug von un-gefähr looo Mann, der aber wegen mangelhafter Verpflegungund Bezahlung sich allmählig auflöste, nach den ersten Feindse-ligkeiten vollends nach Hause ging, unruhige Bewegungen imLande selbst und einige Mißverständnisse mit den V Orten erregte.Neben ungefähr 9oo Mann aus Livinen, den eigenthümlichenHerrschaften der III Länder, und zusammengerafften Italienernkamen nur wenige Freywillige aus den vier gemeinen Vogteyen,weil das dortige Volk, schon ehe die Abmahnung der Züricherund Berner eingetroffen war, wenig Neigung hatte, der Auf-forderung der V Orte zu entsprechen. Der Bernerische LandvogtMay zu Mendris hatte auf die Landschaft Locarno einge-wirkt. Im Mainthale erschien eine von dem Kanzler Franzoniunterschriebene Neutralitätserklärung, und durch Mehrheit be-