Band 
Zweyter Band.
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Die unparteyischen Orte gaben ihre Bemühungen nicht auf,und auf den 22 wurden die Reformirten nach Aarburg , die Ka-tholischen nach Ölten eingeladen, um daselbst die Unterhandlungenzu erneuern. Seit dem 17 waren die Abgeordneten der V Ortezu Aug versammelt. Luzern und Uri entsprachen der Einladung,doch nur nach mehrern Tagen. Schwyz antwortete, es wolledie göttliche Fügung erwarten, und Aürich folgte dem Rufe nur,nachdem Bern sich bereits erklärt hatte. Endlich trafen auch dieübrigen Orte, und am 31 May ein Abgeordneter von Schwyzzu Ölten ein, nachdem es vorher Luzern zu einem allgemeinenAngriffe aufgefordert hatte. Don beyden Seiten glaubte man,durch Fortsetzung der begonnenen kriegerischen Maßregeln seinenForderungen desto mehr Gewicht zu geben. — Au Weil warendurch drohende Aufgebothe des Abtes mehr als 4ooo seiner An-gehörigen, bey denen sich einige Oesterreichische Kanoniere befan-den, unter Felbers Anführung versammelt. Ungefähr 3oo ent-wichene Toggenburger waren größten Theils zu ihm übergegangen,und um der beständigen Gemeinschaft ein Ende zu machen, ergriffNabholz die strenge Maßregel, ihnen ihre Weiber und Kinder nach-zusenden. Am 16 gab der fünförtische Kriegsrath zu Pfeffikonder Stadt die Nachricht, sie könne auf baldige Unterstützung hof-fen; allein am 17 war, ungeachtet der nachdrücklichen Aeußerun-gen Trautmannsdorfs, das durch die Werner verstärkte Allricheri-sche Heer noch ein Mahl gegen Weil aufgebrochen. Schon vordessen Ankunft stand Nabholz mit seinen Toggenburgern Felberngegenüber; allein obgleich viele Toggenburger davon liefen oderzu Felbern übergingen, wagte es dieser ungeachtet seiner großenUeberlegenheit nicht, jenen anzugreifen. Aus Eifersucht nahmder Aüricherische Anführer Bodmer keine Rücksicht auf NabholzensVorschlag, durch einen schnellen Angriff den unvorbereiteten Feindzu überraschen. Viele Stunden lang blieben seine Leute im größ-ten Regen stehen. Die Thurgauer, welche zu den Züricherngestoßen waren, entfernten sich wieder. Die Aebtischen, welcheschon am 29 April bey einem Einfalle ins Thurgau zu Affelt-