Zürich, am 17 Juni 1695, auf dem Gesellschaftshause zumRüdenein Gastmahk gegeben, ivelches von Mittag bis Abendsum sechs Uhr dauere«, und nachher führte man ihn auf den See.Im Juli 1697 wurden der Markgraf und die Markgräfinn vonBaden-Durlach im Gasthofe bewirthet und auf dem See gefahren.Der Markgräfign ordnete man, wie die Nachrichten sich auf-drucken, zwey vornehme Frauen und zwey ledige Töchter zur Ge-sellschaft bey. Wehnlich war die Behandlung fremder Gesandten,vornehmlich des Französischen BothschafterS. Amelot wurde ,697,,obgleich er incognito reiste, aller Orten mir großen militärischenEhrenbezeugungen empfangen, zu Zürich auf dem Rüden, zuBasel auf der Schmiedeiizunft, zu Bern auf dem Rathhause be-wirthet. In Deutscher Sprache Lewillkommten ihn an der Spitzezahlreicher Abordnungen zu Zürich der Bürgermeister Escher, zuBasel der Stadtschreiber Frisch, zu Bern der Schultheiß Siniier.Außerhalb der Stadt war dieß schon durch den Seckelmeistrr vonMuralt in Französischer Sprache geschehen. Zu Basel wartete,,siebzehn junge Mjtglicder des großen Rathes bey der Tafel index Amtskleidung auf. Noch wurden solche Ankömmlinge mitHäher, Wein und Fischen beschenkt.
Diplomatische Feyerlichkeiten waren nicht selten öffentlich.So geschah z. D. zu Zürich !,6R> die Audienz des EnglischenGesandten EM, der eine Lateinische Anrede hielt,, bey offenerThüre des Rathszimmers. —- Das Nähmliche geschah auch beyandern ähnlichen Feyerliäzkciten, Der Holländische GesandteValkenier blieb zu Zürich bis 170 I; ebendaselbst hielten sich derEnglische Gesandte Agliomby vsm November 17M bis 1705, undnachher die oft abwechselnden Vemtianischen Residenten auf,Agliombys Nachfolger, Stanian, wühlte dagegen Bern zu sei-nem Aufenthalte. Zu Solothurn blieb unveränderlich der Franzö-sische Bothschafter; zu Luzexn öex Nuntius und der GesandteSpaniens.
Die Polizcy machte Fortschritte. Als 1667 und 1668 die Pestzu Bgsel herrschte, wurde,, zweckmäßige Anstalten für Absönde-