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Zweyter Band.
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gliche Weift benahmen sich die katholischen Eidsgenossen gegendie katholischen Mächte. Gleichwohl nöthigten die auswärtigenVerhältnisse, die entgegengesetzten Einwirkungen Frankreichs undOestreichs, die Nähe des Schauplatzes neuer Kriege der großenMächte, der auswärtige Kriegsdienst und manche Beeinträchti-gungen, oft von Seite derjenigen, welche sich Freunde und Be-schützer nannten, die Eidsgenossen wieder gemeinschaftlich zuhandeln.

Immer behielt Frankreich den meisten Einfluß auf die eidS-genöffische Politik, und er vermehrte sich nach der Mitte des Jahr-hunderts; allein die unmittelbare Berührung,und andere Ver-hältnisse erforderten immer auch eine vorzügliche Rücksicht aufOesterreich und das Deutsche Reich. Nicht weniger gab derfremde Kriegsdienst der äußern Politik der Einzelnen immer eineabwechselnde Richtung. 1719 überließen mehrere Cantone demKönige von Spanien, Philipp v. ein Regiment, und ein anderesdie Graubündner. In den Capitulationen war zwar vorbehalten,diese Truppen sollten nur verkheidigungsweise gebraucht werden;allein bald wurden sie nach Africa geführt und zu Oran undCeuta gebraucht. Im nähmlichen Jahre klagte man gemeinschaft-lich über neue Oesterreichische und Französische Jolle, über schlechteBezahlung der Offiziere im Französischen Dienste, in den fol-genden Jahren über die Veränderung der Französischen Münz-sorten, über das Verboth der Ausfuhr des baaren Geldes, dendadurch 'verursachten Verlust der Kaufleute und Offiziere, dieso geheißenen LiUel8 cke baugue ä ligulciarioii, die Sperre imElsaß, welche vor andern Basel drückte. Der Kaiser erneuerte1726 das Capitulat mit Bünden und trug auch den Eidsge-nossen durch seinen Bevollmächtigten, den Abt zu St. Blassen auf,eine Erläuterung des im Erbverein vorbehaltenen getreuen Auf-sehens an, womit er Vorschläge wegen Verminderung der Oester-reichischen Jollerhöhungen verband; man verhieß ihm den Erb-verein pünktlich zu halten. Sogleich forderte die FranzösischeGesandtschaft es möchte von der Tagsatzung nichts zum Nachtheil