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für das Sundgau besorgt, so Laß Zürich und Bern Repräsentantenund einen Anzug nach Mühlhausen abgehen ließen; allein jetzteröffnete Friederich II, der schon 1742 mit Maria Theresia einenFrieden geschlossen, und dadurch den größten Theil von Schlesienund die Grafschaft Glatz erworben hatte, den zweyten Schlesi-schen Krieg, angeblich um dem aus seinen Staaten verdrängtenKaiser beyzustehen, vornehmlich aber weil er voraus sehen konnte,daß, wenn Frankreich unterliegen sollte, Oesterreichs Uebermqchtsogleich seine neuen Eroberungen bedrohen würde. Frankreich,welches bisher nur als Bundesgenosse des Bayerschen Kaisersaufgetreten war, erklärte nun den Krieg erst am 27 April 1744und ließ 2',,ooo Mann in Italien zu den Spaniern stoßen. Preu-ßens Waffe» nöthigten die Oesterreicher im August über den Rheinzurückzugehen, und weil diese ihre Hauptmacht gegen Fried-richs II siegreiches Heer wenden mußten, folgten ihnen die Franzosennach.
Am 25 September 1744 traf wieder eine Tagleistung inBoden zusammen, empfahl aufs neue den Kriegführenden die.eidögenössische Neutralität, berieth sich über das Benehmen beyAnnäherung der Feinde, und dachte auch wieder dabey an diegemeinen Herrschaften; jetzt bath der Marquis von Prie, die Elds-genossen möchten kraft des Erbvereines nicht gestatten, daß hieVorder-Oesterreichischen Lande und die Stadt Constan; von denFeinden der Königinn eingenommen würden. Man ersuchte die 'Kriegführenden, die Waldstädte, das Frickthal, Constanz undBre-genz nicht zu betreten, und antwortete dem Marquis von Prie,man werde eine genaue Neutralität beobachten. Dieß wurde allenkriegführenden Mächten angezeigt, und der Französische Loth-jchafter erwiederte: der König habe seinen Feldherren besonderenBefehl ertheilt, keine Verletzung des eidSgenössischen Bodens ge-sebehen zu lassen. — Die Securität kam indeß zu spät. DieFranzosen bemächtigten sich der IV Waldsiadte, am 10 Octoberder Stadt Constan; und, nach einer zweymonathlichen Belage-rung, 22 November 17 41 FrcyburgS im Breisgau. Eine Be-