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Galgen geschlagen, ihr Vermögen eingezogen, und im Ganzenkostete dieser Aufstand dem Lande über 70000 Gulden. Die re-gierenden Orte wiesen die Verbannten aus den gemeinen Herr-schaften weg, wohin sie sich gefluchtet hatten. Doch beschloß nocham 12 November 1722 der geheime Rath von Kurich, drey Verbann-ten, welche an den Statthalter von Muralt sich gewendet hatten,anzeigen zu lassen, sie sollen die Jahrrechnung erwarten, undwenn sie dann an Kürich und Bern sich wenden, so werde manalle Facilität beytragen. Nicht eher als 1725 erfolgte Abhülfeeiniger Beschwerden durch eine sogeheißene Remedur, welcheder dreyfache Landrath von Glarus bewilligte. 1754 wurdendie abgenommenen Waffen den Werdenbergern wieder zurück ge-geben, und vier Jahre später bewilligte ihnen die Landsgemeinewieder einen eigenen Landeshauptmann und Laudessahndrich. Einglücklicheres Verhältniß trat allmählig zwischen dem Herrschafts-volke und den Untergebenen wieder ein.
Ohne irgend eine Erschütterung ging durch Kürichs überleg-tes Benehmen eine der vorhergehenden nicht unähnliche Anre-gung in der angrenzenden Freyherrschaft Sax vorüber. StarkeAuswanderungen hatten die Obrigkeit veranlaßt, 1714 einige Ver-ordnungen zu machen, welche die Einwohner als Neuerungenbetrachteten. Die Unzufriedenheit dauerte fort, und 1726 erkun-digten sich die Herrschaftsleute durch ihren Laudammann, erstenUnterbeamtei!, nach dem Landbnche oder den alten Statuten,wovon die Urschrift 1S85 mit dem alten Schlosse Forsteck ab-gebrannt war. Durch Abgeordnete beruhigte sie Kürich, undgab ihnen ein neues Landbuch.
Durch schwärmerische Ansichten und falsche politische Berech-nungen irre geleitet, beunruhigte Joh. Daniel Abraham Davel172Z vorübergehend die Regierung von Bern, und büßtemit dem Leben für seine Verirrungen. Er war der Sohn desPfarrers von Cully, 16L9 geboren, kam als Compagnie-Schreiberzu einer Schweizer-Compagnie in Savoischen Sold, diente nach-her in Holland und Frankreich und verließ 17 11 als Hauptmann