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Bekanntmachung eins» dem Auelande oder auch nur einem Theiledesselben verborgenen oder weniger zugänglichen Verhältnisses,aus welchem dieses irgend einen Vortheil ziehen, oder wodurchein Schatten? auf die Heimath hätte fallen können, als ein sol-cher Verrath angesehen wurde, hatte sich in der Schweiz denGemüthern so tief eingeprägt, daß Staatsverträge, Verfassun-gen und Eidesformeln mannigfaltige Verbothe und Drohungengegen solche Fehltritte enthielten. Die öftern Aeußerungen eine«Oppositionsgeistes hatten die meisten Schweizerischen Regierun-gen vollends so ängstlich und mißtrauisch gemacht, daß man unerheb-liche Gegenstände der Verwaltung als Staatsgeheimnisse betrach-tete, geringere politische Vergehen als Staatsverbrechen, und jedefreyere Aeußerung als Ungehorsam und Aufruhr ansah. Durchdie Bewegungen und Widersprüche, welche das Französische Bun-dcsgeschäft, 1777, veranlaßt hatte, war diese Stimmung bey vie-len Jüricherschen Magistratspersonen noch mehr erhöhet worden,und man hörte Männer, welche für die Macht deS Magistrate«eiferten, sagen: „Es wird nicht gut gehen, bis man ein kräftige«Beyspiel aufstellt."
Nicht nur im Staate, sonder» bey jeder Anstalt ist e« ver-derblich, wenn die Vorsteher immer zuerst an ihre Rechte undnur hintcnher an ihre Pflichten denken; denn bey dieser Stim-mung vergißt man zu leicht die letzter» über den..erster», undverwechselt nur zu gerne die Behauptung der Rechte mit Aus-dehnung der Gewalt und mit Willkür. Damahls lebte zu Aü-nch Heinrich Maser, 'dessen Schicksal und Tod ein Gegenstandder größern Geschichte geworden ist. Sein Charakter bestandaus einer seltsamen Mischung von Ehrgeiz und Kriecherey, Haßfremder Ungerechtigkeit und eigener Neigung zu Rechtsverletzungen,Gefälligkeit und hämischer Schadenfreude, Offenheit und dop-pelzüngiger Verstellung. Mit vielen historischen, statistischenund mathematischen Kenntnissen ausgerüstet, hatte er sich durchverschiedene Schriften der gelehrten Welt bekannt gemacht. Wäh-rend der Bewegungen des Jahre« 1777 diente er dem Bürger-
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