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Zweyter Band.
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ehrt, jene Jahre als einen glücklichen, die Ausbildung und dieKünste des Friedens befördernden Zeitraum, da hingegenandere, nicht weniger berühmte Männer, sie jetzt als eine Zeitder Ausartung betrachten; denn jene Vorrechte des Alleinhan-dels, des Jnnungswesens, der geschlossenen Bürgerrechte warennoch fester und gleichsam Bestandtheile deö Staatsgebäudes ge-worden. Das Volk genoß außer den demokratischen Cantvnennur einer sehr geringen politischen, und in den Cantvnen, wo diemannigfaltigen Vorrechte herrschten, überdieß einer sehr beschränk-ten bürgerlichen Freyheit. ES glich einem gut gehaltenen,wohlgenährten Kinde, dessen Thätigkeit aber ganz unter Vor-mundschaft steht, oder noch vielmehr den damahligen Coloniender Europäischen Seestaaten. In den regierenden Hauptstädtenherrschte bey Vielen eine Art von AdclSvorurtheil, und mancherganz geringe Bürger hielt sich von Geburt für höher, als denSchultheißen oder Bürgermeister einer Munizipalstadt.

Schlimmer war im Ganzen genommen das Jahrhundert nicht,als schon das vorhergegangene. Neben dem Bösen, wozu sichin den meisten andern Staaten noch eben so schlimme Gegen-stücke vorfanden, war viel Gutes. Wenn wirklich die Formennoch mehr ausgeartet waren, wachte Hingegen bey Manchen einlebendigerer, wirksamerer Geist auf, als seit vielen Menschenaltern,und in fehlerhaften Verfassungen, die kein Billiger gegenwär-tig zurück wünscht, wurde noch so viel Gutes geleistet, daßgerade dadurch bewiesen wird, es haben viele redliche Männerin denselben gewirkt.

Nichts Großes geschah; aber es war auch kein Anlaß dazuvorhanden. Noch walteten Haß und die Eifersucht nicht nurder Neligionstheile, sondern der Nachbarn gegen einander. Manwar sich fremde, vertraute oft mehr auf das Ausland, als aufden Bundes-Bruder. Aber ähnliche Irrthümer hatten das DeutscheVolk, welches vereinigt Europa hätte Gesetze geben können,noch weit mehr zerrissen, zum Tummelplätze fremder Heere ge-macht, und vieler seiner schönsten Bestandtheile beraubt. Wen«