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entstanden zwischen ihnen um so viel eher Mißverständnisse, alsdie Ansichten, Bedürfnisse und Verhältnisse der einzelnen Schwei-zerischen Landschaften höchst verschieden waren, indeß die innernGefahren und der sie berührende Kriegsschauplatz ihre höchste Ein-tracht forderten.
Die ersten größer» Verlegenheiten entstanden aus den Ver-hältnissen der Schweizer-Regimenter. Die Anhaltung des Ge-neral-Lieutenant Besenval und die Hinweisung seines Prozessesan den Gerichtshof des Chatelet weckten die Beschwerden derCantone über diesen Eingriff in die Gerichtsbarkeit der Regi-menter. Die Vorsteher dieser letztern, die unter günstigen Um-ständen wenig an die Heimath zu denken, und auf die dortigenObern nur in unerläßlichen Fällen zu horchen gewöhnt waren,riefen nun mit Versicherung ihrer Ergebenheit deren Schutz an.Neue Ledenklichkeiten veranlaßte die königliche Ordonnanz, welchedie Leistung eines von der Nationalversammlung entworfenenneuen Eides geboth; denn es enthielt die Verpflichtung, dieneue Verfassung zu vertheidigen und allen Decreten der Natio-nalversammlung zu gehorchen. Der Aufstand des RegimentsChateauvieux zu Nancy im Sommer 4 790, nach dessen Unter-drückung ein Schuldiger gerädert, zwey und zwanzig andere ge-hangen, und ein und vierzig auf die Galeeren verurtheilt wur-den, vermehrte die Besorgnisse über den Einfluß der neuenGrundsätze um so viel eher, als der Clubb, der sich zu Paris auSentflohenen Freybürgern und andern Mißvergnügten gebildethatte, den Soldaten der Leibwache und andern Regimentern an-zeigte, wenn sie über etwas sich zu beklagen hätten, so möchtensie an ihn, als den Repräsentanten der Schweizer, sich wenden.Und als die auf die Galeeren Derurtheilten ohne die Einwilli-gung der Schweizerischen Behörden nicht nur im Januar 4792losgelassen, sondern mit Feyerlichkeit zu Paris empfangen wur-den , fanden viele Regierungen sich tief gekränkt. Das Ber-uersche Regiment Ernst, welches am 6 und 7 Februar 4792 zuAix von einer weit überlegenen Schar, die sich in Marseille gt-