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Volkes und durch einen Einfall einen allgemeinen Aufstand zubewirken. Einige hundert schlecht bewaffnete Landleute versam-melten sich in der Nacht vom 30 auf den 31 May auf der süd-westlichen Seite von Pruntrut, indeß Chaney, der Anführer desangekündigten Einfalles, auf der Osiseite zu Boncour, wo erdie Sturmglocke anziehen und Flintenschüsse ertönen ließ, nurdrey und zwanzig Mann um sich vereinigte. Die Erscheinungweniger Oesterreicher bewog ihn zur Flucht. Die auf der an-dern Seite versammelten Bauern zerstreuten sich, und der Bi-schof ertheilte in seinem Schreiben an die benachbarten Cantonedem Benehmen der Französischen Behörden und Gemeinen denvollsten Beyfall. Keinen bessern Erfolg hatte am 11 ein neuerEinfall nach dem Dorfe Seignelegier. Doch both Diel bereitssechshundert Mann auf, um seinem Fürsten beyzustehen. DerEinmarsch der Oesterreicher veranlaßte zu Paris eine heftigereStimmung. RenggerS Oheim, der Domherr und Offizial Go-bel, der zum Bischöfe von Paris ernannt worden war, gewannmehr Aufmerksamkeit für die Sache der Geflüchteten. Ein Fran-zösischer Commissär forderte von dem Bischöfe genaue Erfüllungdes Bündnisses von 1781; der Bischof versicherte den MinisterMontmorin seiner unveränderlichen Gesinnungen gegen Frank-reich und den König; allein vertrauend auf eine günstige Entwi-ckelung der Angelegenheiten und in der Erwartung einer nochstarkern Unterstützung, veränderte er sein System nicht. Aufdie Einbringung der Entwichenen wurden Preise gesetzt, unddas bischöfliche Criminalgericht sprach zu Ende des Jahres übereinige Urheber der Unruhen ein Todesurtheil aus, welches derBischof in knieende Abbitte, Pranger und lebenslängliche Zucht-hausstrafe veränderte.
Nachdem Frankreich Oesterreich den Krieg angekündigt hatte,erhielt der Bischof von dem Generale Custine die Anzeige, erwerde in das Biskhum einrücken. Der Bischof eilte nach Eiel;die Oesterreicher zogen sich ohne Widerstand nach Rheinfeldenzurück, und hinter ihnen her besetzten die Franzosen den zu