Beförderungen. Sie brachten ihre Klagen an die FranzösischeNationalversammlung, und mehr als fünfzig, unter diesen vieleangesehene Männer unterstützten sie in einer Zuschrift. Baldveränderten sich die polnischen Ansichten, und der Umschwungder Dinge in Frankreich machte die Angesehenern aus denjeni-gen, welche ihr Glück bisher daselbst gesucht hatten, zu Anhän-gern Oesterreichs. Im Juli 179Z wurden zwey, mit einer di-plomatischen Sendung an den Türkischen Kaiser beauftragte Fran-zosen , Semonville und Maret, die, ungeachtet der zu Churerhaltenen Warnungen, weil bereits die Mailändlschen Behördensie ohne Anführung des Nahmens durch persönliche Bezeichnungnste Verbrecher ausgeschrieben hatten, dennoch den Weg überden Corner-See zu nehmen wagten, durch Mailändische Zoll-^bediente und andere Beamte schon in dem Bündnerischen Grenz-orte angehalten und nach Mailand abgeführt.
Der Bündnerische Beamte, Walser zu Trahona, des Vor-schubs verdächtigt, entfloh ins Oesterreichische, und der Oester-reichische Gesandte, Freyherr von Kronthal, hinderte die Unter-suchung durch Androhung der Fruchtsperre; dennoch erfolgtediese, weil Oesterreich die Einbringung von Getreide in Frank-reich hindern wollte. Das Volk gerieth dadurch in Bewegung.Unter den Nahmen der Salisschen und Plantaischen traten jetztdie beyden Parteyen mit Beschuldigungen öffentlich gegen ein-ander auf. Zunächst machte die letztere der erstern die Theil-nahme an der Gefangennehmung der beyden Abgeordneten, jeneden Plantaischen Kornwucher und Veranlassung der Theurungzum Vorwürfe. Sie konnte sich rechtfertigen, gab nun aberihren Klagen gegen die Familie Salis und deren Anhänger einegrößere Ausdehnung. Die Gewaltthätigkeiten im Veltlin, dieVeruntreuungen der Hoheitsrechte, die Uebertretungen der Staatö-grundgesctze, welche Leute von allen Parteyen verschuldet hatten,wurden mit Anklagen über Hingebung an das Auöland undüber Einverständnisse verbunden, vermittelst welcher nur die Sa-lisgesinnten Gemeinen Getreide vom Bodensee her hätten erhalten