Band 
Zweyter Band.
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funfzig Männer der Bürgerschaft, der Municipalstädte und derLandschaft wurden zugezogen, und wohnten vom 3 Februar andem großen Rathe bey. Man beschloß, innert Jahresfrist eineneue Verfassung einzuführen, in welcher jedem der Zutritt zuallen Bedienungen offen stehe, jede Leamtung verhältnißmäßigbezahlt werden sollte, u. s. f. Am 7 wurde dieß dem Direkto-rium angezeigt, und mit Erinnerung an die Verdienste BernSum Frankreich die Zurückziehung der Französischen Truppen ge-fordert, zugleich aber auch eine sehr ausgedehnte, mehr alswachsame Polizey angeordnet, die ihre strengen Verordnungennicht zu behaupten vermochte, und gerade deßwegen desto nach-theiliger wirkte. Mengaud hatte sich gegen den Advocaten (nach-hingen Direktor) Tay geäußert, ihm würde eine Bernerische.Abordnung nicht unwillkommen seyn. Eine solche, an derenSpitze der Oberst-Lieutenant Tilier stand, und von der Day auchein Mitglied war, wurde nach Basel geschickt, mit dem Auf-trage, bey Mengaud die Maßregeln, welche man gegen die StadtAaran ergriffen hatte, zu rechtfertigen, ihn über das gegenwär-tige politische System Berns zu verständigen, und ihm dessenWunsch, mit Frankreich den Frieden beyzubehalten, zu erkennen»u geben. Mengaud forderte eine gänzliche und unverzüglicheVeränderung des politischen Systems, bediente sich des Aus-drucks, die Majestät der Französischen Republik könne ein sol-ches Zögern nicht zugeben, und nannte die beharrlichen Ver-theidiger des Bisherigen eine Handvoll wüthender Tyrannen.

Ohne Rücksicht auf die Kundmachung, welche Schonungder Verhältnisse mit den Eidsgenoffen verheißen hatte, besetztenam 8 Februar die Franzosen die Stadt Biel, und bemächtigtensich dadurch eines zweyten eidsgenöffischen DundeSgliedeS, undzwar eines solchen, das mit allen Ständen im Bunde war.Sich entschuldigend, nahm Diel von den Bundesgenossen Ab-schied; und noch immer hofften diese, Frankreich besänftigen zukönnen. General Brüne, der inzwischen den Oberbefehl der nochmit mehrern tausend Mann vermehrten Heeresabthcilung über-