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Zweyter Band.
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Bald erfuhr man, am K April hatten die ausgewanderte» bewaff-neten Schweizer dem Schultheiß Steiger zu Neu-Ravensburgeiiieu Eid geleistet, und am 1 May erschien eine Kundmachungder Ausgewanderten an das Schweizervolk; allein zur nähmlichenZeit, wie der Erzherzog zu den Schweizern sprach, wurden dieUrheber gegenrevolutionärer Bewegungen, und diejenigen, welchesich weigern würden, mit den Milizen zu marjchiren, mit derTodesstrafe bedrohet. Gewaltsam wurden angesehene Männeraus den meisten ältern Cantonen, die man als die Stützen undRathgeber der Freunde der alten Verfassungen ansah, plötzlichaufgehoben, und nach Basel, einige davon nach Frankreich ab-geführt. Eine zuerst freywillige Kriegssteuer wurde am 25April in eine gezwungene verändert. Ein Beschluß vom18 May sprach aus: Bis zu Ende der Gefahr sollte ganz Hel-vetica ein Lager bilden, und alle Bürger zum Aufbruche gegenden Feind bereit seyn.

Bey dem Ausbruche des Krieges hatten die Generale Leeourbe,Desolles und Loisou in Bünden große Feldherren-Talente ent-wickelt, die der Muth und die Beharrlichkeit ihrer Truppen un-terstützte. Am 6 May gingen sie bey Azmoos über den Rhein,erstürmten die Luziensteig, indeß eine andere Abtheilung vollDettis her über den Kunkels unversehens zu Reichen«» stand.Nach hartem Kampfe wurden die Oesterreicher bey Chur zusam-men gedrängt, wo der General Nuffenberg mit beynahe viertau-send Mann sich ergeben mußte. Einen andern Französischen An-griff vom Gotthard her schlng das Landvolk mit großer Tapfer-keit zurück; aber ohne Schonung wurden Verwundete und Zu-rückgebliebene nieder gemacht. Neue vereinigte Anstrengungender Französischen Anführer trieben die Oesterreicher nach weni-gen Tagen bis ins Tyrol zurück, und ganz Bünden unterwarfsich. Sogleich wurden die Häupter und der Kriegsrath entsetzt.Doch noch eingreifender und folgenreicher war die gewaltsameAbführung von einundsechSzig der Angesehenern aus den Freun-den Oesterreichs, die bis nach SalinS in Frankreich gebracht