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Zweyter Band.
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ftm Geiste kräftig durchgreifen werde, und am 22 Novemberging Gottlieb Jenner von Bern alS Gesandter nach Paris ab.Schon hatte der Finanzmini'ster Florier, mißvergnügt über dasvon der Regierung gewählte System, seine Entlastung genommen.

Ein neues, sehr ausgedehntes Finanzsystem und ei» gezwun-genes Darlehen sollten die Mittel zu kräftigen Maßregeln ver-schaffen. Man wollte nicht weniger als zivanzigtausend Mannunter die Waffen stellen und zu der Französischen Kriegsmachtstoßen lasstn, um der großen Republik und ihrem Vorsteher Ach-tung abzunothigen, und zu verhüthen, daß man nicht in einembevorstehenden Frieden als eine unbehülfliche Masse betrachtetund aufgeopfert werde. Zugleich sprach man von einer Verta-gung der Räthe, die zwar in der Verfassung gegründet war,jetzt aber in Verbindung mit so vielen andern Vorschlägen Ver-dacht erregen mußte.

Koch, Aimmermann, Suter, Escher, Usteri, u. A., zwar demEinheitssysteme ergebene Männer, nährten die Ueberzeugung, diegewünschte Truppenaufstellung würde nicht nur die finanziellen Kräftedes Staates weit übersteigen, sondern beynahe einen allgemeinen Auf-stand zur Folge haben. Die Züricherische Jnterims-Regierungbetrachteten sie weniger aus einem staatsrechtlichen, als aus einemhöher» politischen Gesichtspunkte, und fragten: Will man nochmehr erbittern, endlose Gegenwirkungen hervor rufen? und siesetzten noch die Betrachtung hinzu, man würde es durch einhartes Verfahren dahinbringen, day in möglichen ähnlichen Ver-hältnissen kein Einheimischer es wagen würde, an einer solchenZwischenverwaltung Theil zu nehmen, wodurch das Land einerganz militärischen Verwaltung hingegeben werden müßte. Am80 November wurden im großen Rathe die Entsetzungen, welchedas Direktorium gemacht hatte, als gewaltsam und ungesetzlichaufgehoben, und am 2 December verwarf der Senat auch dieAnklage gegen die Inricherische JnterimS-Regierung mit Vor-behalt von Untersuchungen gegen Einzelne. Laharpe trat nunam 9 December mit dem Antrage aus, die Räthe zu vertagen,