für diesen Zweck. Man ging so weit, Laß in Künden Einigedie Herstellung des Alten unter Oesterreichs Schutz, Andere dieBereinigung mit Cisalpinien nachsuchten, weil sie glaubten, vonden welschen Herrschaften getrennt könne man nicht mehr be-stehen. Ein Brief des gewesenen Derneri'schen Generals Weißan den ersten Consul, der Annäherung zum Alten empfahl, riefeinen neuen Kampf der Flugschriften hervor, der Beschränkun-gen der Preßfreyheit zur Folge hatte. Der erste Consul sagtezu Elaide, als Vorsteher der Französischen Republik überlasse erdem unabhängigen Helvetica, sich selbst eine Verfassung zugeben;als Freund gestehe er, daß er in dem eingegebenen Entwürfenur eine unschickliche Nachahmung der Französischen sehe; eineconcentrirte, wie diejenige Frankreichs, paffe für Helvetien nicht.Am i May theilte er Glaire den Entwurf mit, den man, nachdem Landaufenthalte Bonaparte's, denjenigen von Malmaisonnannte.
Das neue Finanzgesetz hatte großen Widerspruch gefunden.Im April weigerten sich die Munizipalitäten von Bern, Baselund Burgdorf, die ihnen zu dessen Vollziehung übertragenenVerpflichtungen zu erfüllen. Die Gemeindskammer von Schwyzbeklagte sich bey der Gesetzgebung über dasselbe und über dieEigenmacht der Regierung. In den beyden Theilen von Appen-zel! ging man mit Abhaltung von Lanösgemeinen um, so daßin der Mitte des May Französische und Helvetische Truppendie bewegten Gemeinen Appenzell, Teufen und Trogen besetz-ten. Auch in Unterwalden und in andern Gegenden dauertendie Gährungen noch lange fort. Alle Ansprüche regten sich wie-der. Der Bischof von Freyburg, Odet, verboth in einem Hir-tenbriefe seinen Geistlichen das Studium der neuern Philosophieund das Lesen von ohne Erlaubniß der Obern gedruckten Schrif-ten ; und der Abt von St. Gallen protestirte aus Deutschlandgegen den Verkauf einiger Grundstücke des Klosters.
Rengger und Glaire waren von Paris zurück gekommen; derLetztere nahm seine Entlassung aus dem Vollziehungsrathe.