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Tagsatzungsglieder. Diese Wahlcommiffion bestand aus dtmRegierungsstatthalter, fünf unmittelbaren, von dem Senate selbstgewählten, und aus sechs andern, die, wie das Decret sich aus-drückte, von Seite des Cantons gemahlt werden sollten; alleinihre Wähler waren die VerwaltungSkammern, die Cantonsge-richte, i» einigen Cantonen die DistrietSgerichte, und in vielenvon diesen Behörden hatte die Regierung während der verflosse-nen Monathe Veränderungen vorgenommen, und die Entlasse-nen durch andere Männer nach eigener Auswahl ersetzt. — Dieauf diese Weise gewählte Cantonstagsatzung war angewiesen,nach der Annahme der allgemeinen Verfassung fünf Cantonsbür-ger auszuwählen, die mit fünf andern, ihnen vom Senate zu-gegebene» , binnen drey Wochen den Entwurf einer Cantonsver-fassung vollenden sollten.
Beunruhigende Gerüchte von einer Einverleibung der Schweizin Frankreich durchliefen die Cantone, vornähmlich den CantonLeman. Die Grenzverletzungen, welche Französische Zollbeamtenzu wiederhohlten Mahlen bey Verfolgung von Schleichhändlernin diesem Cantone begingen, und die Vermehrung der Fran-zösischen Truppen zu Viel, im Erguel und in den zunächst lie-genden Departementen gaben denselben ein größeres Gewicht.Nicht viel weniger Besorgnisse verursachte die Stimmung derkleinern Cantone. Au Glarus waren die Verwaltungökammerund der Erziehungsrath beunruhigt und beschimpft worden. DieAnnäherung des Frühlings weckte die Sehnsucht nach den Landsge-meinen, insbesondere in den drey Ländern. Reding drang aufeine große Maßregel zu Gunsten dieser letzter», und man glaubte,sie durch eine solche gewinnen zu müssen- Am 2 März beschloß derSenat, die direkten und indirecken Abgaben, welche die Urkan-tone Uri, Schwyz und Unterwalden bezahlen, sollen, weil ihreVorältern unsere Freyheit gegründet, und sie selbst in den neue-ste» Zeiten so Vieles für die Freyheit und die Ehre des Schwei-zernahmens gethan und gelitten haben, einsweilen lediglich zuBestreitung ihrer Cantonalbedürfnissc gewidmet seyn, und diese