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mittenten befragen, und die übrigen verwarfen. Uri, Unterwaldenund Rhätien zögerten. In den meisten annehmenden Cantonen wur-den Vorbehalte, Bedenken und Einwendungen im Sinne desFöderalismus gemacht. Die Versammlung von Freyburg er-klärte, ihre Annahme geschehe nur u»gerne und mit Besorg-nissen. Sckwyz nahm zwar an, behielt sich aber ausdrücklichseine alten Rechte vor.
Von Seite der Regierung wurde in öffentlichen Schriftendas Bedürfniß, dem provisorischen Zustande ein Ende zumachen,zur Beherzigung empfohlen, und man gab zu bedenken, daßwahrscheinlich die Fortdauer der Schweizerischen Selbstständig-keit von der Annahme des Entwurfes abhänge. Man versicherte,über die Hauptgrundsätze hätten sich der erste Consul und derSchweizerische Landammann einverstanden. Nun machte Verni-uac am Zt März in den öffentlichen Blättern bekannt, die imNouv. Vaudois enthaltene Nachricht, der Verfassungsentwnrfsey aus Frankreich gekommen, sey falsch; er habe sich darüberbey der Helvetischen Regierung beklagt; und er setzte hinzu,seine Regierung habe der Helvetischen noch nicht die geringsteMeinung über denselben erklärt.
Ein stiller, diplomatischer und dennoch bewaffneter Angriffs-krieg war inzwischen von der Französischen Regierung gegen dieHelvetische fortgesetzt worden. In Wallis benahm sich der Ge-neral Thureau wie der Befehlshaber eines eroberten Landes. Erhatte im December eine Verordnung der Verwaltungskammeraufgehoben und den Beamten Befehle ertheilt, die ihm aberbis auf Wenige den Gehorsam verweigerten. Abgeordnete desLandes brachten ihre Klagen über die Bedrückungen an den Se-nat , und mit Vorstellungen und Verwahrungen wandte sich die-ser an Thureau. Ohne sich hieran zu kehren, entsetzte dieser amEnde des Januars den Regiernngsstatthalter de Riva;, ernannteeigenmächtig einen andern an dessen Stelle; und wenige Tagenachher entließ er die Verwaltungskammer. Immer bezog ersich auf die Befehle seiner Regierung. Fortgesetzte ähnliche Ge-