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Zweyter Band.
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September datirtes, doch vermuthlich im Waatlande gedruckte-Flugblatt ohne Unterschrift, welches diese Landschaft aufforderte,zu ihren rechtmäßigen Vatern zurück zu kehren, das genosseneGlück zu erwägen, zu bedenken, daß sie allein noch übrig sey,nicht taub zu bleiben gegen die Stimme Gottes. Besessene(energumeE) hätten ts irre geführt, und das öffentliche Wohlsey in ihrem kirchenräuberischen Munde nur ein leeres Wortgewesen *), u. s. f. Dieselbe Regierung, welche nur noch vordrey Monathen den Aufstand gegen das Lehenwesen mit Strengedurch Waffenmacht nieder geworfen hatte, schaffte jetzt als letztesRettungsmittel, um eben dieses Volk zu gewinnen, durch einSenats-Decret vom 22 September, welches auf die Lasten, dieauf den Canton fallen, und auf die Anstrengungen desselben ge-gründet war, die Zehenten, Grundzinsen und Lehenrechte ab, mitder Bestimmung, daß die Jehenten und Grundzinsen, welcheGemeinheiten oder Privaten angehören, von den Cantonsbehör-den losgekauft werden sollen; die Grundzinsen nach dem Gesetzevom 31 Januar 1801, die Zehnten nach dem zwanzigfachen Er-trag , wozu die zehent - und grundzinöpflichtigen Grundstückeeinen mäßigen Beytrag leisten souen. Für die Unterhaltung derGeistlichen waren Bestimmungen beygefügt. Der Vollziehungs-rath bekleidete den Regierungsstatthalter Mönod mit den ausge-dehntesten Vollmachten, um die Macht des Staates zu vermeh-ren, die Polizey zu handhaben, und lud ihn ein, dem Waat-ländischen Volke alles Verbindliche zu sagen, was eine Regie-rung je einem Volke sagen kann. Schon hatte Monod allesangewandt, um die letzte Kraft des Widerstandes in Bewegungzu setzen. Seine wiederhohlten Aufrufe waren eben so kräftigals bitter. Am 24 zogen noch vier Eliten-Bataillone an dieGrenzen, um die Helvetischen Truppen zu verstärken; ein Theilder Reserven ergriff die Waffen, und der Kriegsminister bliebzu Payerne, um dem Kriegsschauplatze näher zu seyn.

(*) Nenroires Nonoö, II. 217«