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Zweyter Band.
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entfliehen und sich zu zerstreuen. Durch die Bezahlung einerBrandschatzung von 9ooo Franken entging die Stadt Gewalt-thätigkeiten des aufgebrachten Landvolkes. Durch Hinweisupgauf den Bruch der Capitulation von Bern und auf den drohen-den feindseligen Angriff wurde der Muth der Waakländcr ge-hoben. Die Helvetische Regierung bedrohte die Anstifter derUnruhen, und nicht weniger drohend forderten nun die Anfüh-rer der Verbündeten die Helvetischen Befehlshaber auf, ihreLeute zu entlassen. Am 3 October griffen die Truppen der Tag-satzung diejenigen der Helvetischen Regierung auf sechs Punktenan. Aufdermauer, der aus dem Freyburgischen her durch denPfauenwald diesen in den Rucken fallen sollte, fand den meistenWiderstand. Von allen Seiten gedrängt mußten endlich dieAngegriffenen weichen, und der Rückzug wurde zur Flucht.Die vortheilhaften Posten von Surpierre und Lucens, selbst dieHohen des Jorat wurden verlassen, und viele Eliten eilten nachHause. — Andermatt, auf den ein starker Verdacht fiel, erhübedurch Geld sich von genauer Erfüllung seiner Pflichten abhal-ten lassen, verlor sogleich den Oberbefehl, und wurde durch Von-berweid ersetzt.

Jetzt war die Helvetische Regierung in dem Falle, sich ent-weder aufzulösen, oder auf Französischem Boden ihre Zufluchtzu suchen, als gerade in dem entscheidenden Augenblicke, am 4,der General Rapp mit der Erklärung des ersten Consuls vom8 Vendemiäre, eben den 30 September, unter welchem die Tag-satzung an ihn geschrieben hatte, zu Lausanne eintraf, in welcherBonaparte schon in der Voraussetzung des Erfolges an keineRegierung'sich wandte, sondern an die achtzehn Cantone derHelvetischen Republik ein guog ego *) aussprach, das ungeach-tet der Eigenmacht und der großen Klugheit, mit welcher derGewaltige seine Stellung berechnete, doch das Gepräge wohlmei-nender Absichten für .diesen Zeitpunkt auf sich trug.

(*) ^.eneiäos I. iZ5.