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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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XLIII
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mang über ilen Vortrag des betreffenden Ausschusses vom 12. August 1852stattgefunden, erfolgten noch Liquidationen von Frankfurt am 20. Januar, vonSchaumburg-Lippe am 24. Februar, vom Königreich Sachsen, Sachsen-Weimarund Grossherzogthum Hessen am 3. März, von Kurhessen und Limburg am10. März, von Bayern, dem Grosslierzogtlmm Sachsen und den sächsischenHerzogtümern, Anhalt, Schwarzburg-Sondershausen, Lippe, Reuss, Landgraf-schaft Homburg, Lübeck und Hamburg am 2. April, von Preussen, Sachsen,Schwarzburg-Rudolstadt, Liechtenstein und Waldeck am 7. April, Hannover,Württemberg, Baden, beiden Hessen, Oldenburg und Lübeck am 14. April,Schaumburg am 2. Juni. Am 9. Juni meldete Oesterreich seine schon im Jahr1852 vorläufig angekündigte und durch eine Denkschrift unterstützte Forderungvon 108 Mill. 11. für seine Militärleistungen in den Jahren 1848 und 1849(einschliesslich der Kriege in Italien und Ungarn) an, welche später mit An-nahme einer anderen Grundlage auf 68 Mill. ermässigt wurde. Ueber die bishierher angemeldeten Forderungen erstattete der Ausschuss Vortrag am 28. Juli.Nach demselben wurden von Oesterreich noch am 11. August gegen 8 Mill.für die Expedition nach Holstein (1850 und 1851), und eine Forderung vonOldenburg, endlich am 3. Nov. eine solche von Schwarzburg-Rudolstadt angemeldet.

Wenn auch die Einwirkung der Bundesversammlung auf die Ver-fassungen der Einzelstaaten scheinbar mit den Privatreklamationen inkeinem Zusammenhang steht, so bilden doch die Beschwerden von Privatleuten,welche auf eine Verletzung der Verfassung sich berufen, die natürliche Brückezwischen beiden, wie z. B. die Kettenburgische und die der Standesherren inmehreren Ländern. Deshalb sind im Folgenden beiderlei im Jahr 1853 verhan-delte Gegenstände zusannnengefasst: 1) Am 20. Januar wurde Vortrag erstattetüber die Beschwerde der Mitglieder der Grafencurie, der Ritterschaft und derLandschaft des Herzogthums Sachsen-Gotha wegen Aufhebung der land-schaftlichen Verfassung des Herzogthums. 2) Am 7. April kam die Anzeige derLippeschen Regierung wegen Herstellung der landständischen Verfassung von1836 zur Besprechung, und in der Sitzung vom 28. Juli die Beschwerde derLippeschen Ausschussdeputirten wegen einseitiger Aufhebung der gültigen Ver-fassungsbestimmungen. Die vorläufige Erledigung derselben fand im Janauar 1854Statt. Im November gab die Lippesche Regierung über diese Angelegenheit ihreErklärung ab, und am 22. Dezember erstattete der Ausschuss seinen Vortrag.3) In der Sitzung vom 11. August kam die Beschwerde des Fürsten von wenstein-Werthheim-Freudenb erg gegen die k. WürttembergisclieRegierung, wegen Vollziehung des 14. Artikels der Bundesakte (Rechte derStandesherren) zum Vortrag; am 17. November erfolgte darüber die Erklärungder Württembergischen Regierung. 4) Am 4. August wurde Bericht erstattetüber die Vorstellung des Grafen W. v. Bentinck gegen die GrossherzoglichOlderiburgische Staatsregierung, wegen Eingriff in die Rechte der Herrschaft Varel.Am 12. Mai wurde die Publikation des Bundesbeschlusses vom 12. Juni 1845,