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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Bodenertrag. — Wein.

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Die Verfertigung von Schaumweinen in Deutschland hat seit ihrerEntstehung im Jahre 1822 (Hauster in Hirschberg, Schlesien) eine ausseror-dentlich grosse Entwickelung erfahren. Um dieses anzudeuten, bemerke ich,dass allein in Schlesien davon an 1,450000 Flaschen verfertigt werden. In denwestlichen deutschen Weinländern ist begreiflich dieser Erwerbszweig noch un-gleich ausgedehnter. —

Noch einige Bemerkungen über die Beschaffenheit der Weine undderen bekannteste Sorten. Unter den Weinen des Kaiserstaats Oesterreichgiebt es mehrere Arten, welche den besten Weinen anderer Staaten völlig gleichstehen; die edelsten Gewächse sind die ungarischen Weine; der Tokayer(nach Schams, Ungarns Weinbau, Pest 1832 und 1833) jährlich über 900000Eimer, der Menescher (über 470000 Eimer mit Einschluss der minder gutenLandweine). Auch der Rüster, der Ofner, der Oedenburger, der Erlauer, derNessmülyer, der Schomlauer, der St. Georger, der Sexarder und mehrere An-dere sind allgemein als ausgezeichnete oder als gute Weine bekannt. Ebensoberühmt sind die syrmischen Weine, welche unter dem Namen Karlowitzer inden Verkehr kommen; die kroatischen sind liquerartig und zählen den Buko-vezer und Mozlavinär zu den besten. Im Banate ist nächst den syrmischen derVerschetzer und in der Militärgrenze der rothe Weisskirchner der beste. AuchSiebenbürgen hat gute Weine, worunter der Krakkoer, Birtheimer und Mül-lenbacher am bekanntesten sind. Zu den besten niederösterreichischenWeinen zählen der Gumpoldskirchner, Vöslauer, Mailberger, Stinkenbrunner,Grinzinger, Klosterneuburger, Bisamberger, Weidlingcr und Nussdorfer; zu denbesten mährischen Weinen der Bisenzer, der Blattnitzer, Poleschowitzer, Do-maniner und Archlebauer. Trotz der geringen Erzeugung hat Böhmen an sei-nem Melniker und Tschernosecker altberühmte Weine. In Steiermark gehö-ren der Brandner, Luttenberger, Pi'ckerner, Radkersburger, Gonobitzer undKerschbacher zu den besten Weinen. Die Kärnthner und Vorarlberge,sind von geringerer Qualität; eines besseren Rufes erfreuen sich die deutscli-tiroler an der Etsch; die wälsch-tiroler gleichen den italischen,welche fast durchgängig von ziemlich mittelmässiger Güte sind. Bessere Weinefiaben Krain und das Küstenland; doch ist es den istrischen nochnicht gelungen, sich in dem Grade Geltung zu verschaffen, als sie es verdienen.In Dalmatien gedeihen treffliche Weine, welche bei gehöriger Pflege undVerarbeitung vielleicht die ungarischen an Güte übertreffen würden; sie sinddurch Süsse und Feuer ausgezeichnet und darunter besonders gute Desertweine,von welchen auch der Eimer zu 60 bis 75 fl. bezahlt wird; z. B. der Marza-nin, der Bocche di Cattaro, der weisse und rothe Moskato und Refosko, derMalvasia von Ragusa, der Maraschino von Sebeniko und viu di Tartaro, derMuskat von Almissa, der Prosecko von Lesina und Ignina. — Seit einigenJahren ist ein Zeitungsstreit über den Einfluss entstanden, welchen die freiegegenseitige Mitbewerbung der Weine des OesterreichischenKai-