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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Veredelnde Erwerbe.

Könnte man einen sichern Rückschluss von der im Durchschnitt der Jahre1850/2 verbrauchten Baumwollenmenge auf die jetzige Zahl der Baum-wolle-Feinspindeln des Zollvereins machen (47,700000 Pfd. getheiltdurch 42), so hätte seit 1846 die Spindelzahl um 386000 sich vermehrt undwäre jetzt 1,136000. Jene im Durchschnitt von 1850/2 zum Verbrauch einge-führten 477000 Ztr. Baumwolle hätten (nach 16 Przt. Verlustabsatz) 400680Ztr. Garn liefern müssen; wofür indess zur völligen Sicherheit nur 390000 Ztr.berechnet werden sollen. Zählt man diese zu der mit 554000 Ztr. oben nach-gewiesenen Verbrauchseinfuhr, so stellt der jetzige Gesammtverb rauch desZollvereins an Baumwollengarn (nach Abzug von 31000 Ztr. Baum-wollengarn- und Zwirn-Ausfuhr) sich auf 913000 Ztr., wovon die eigene Garn-erzeugung etwa 40 % beträgt, während sie im Drchschn. von 1837/9: 34°/° war.Man kann ferner im Mittel annehmen, dass von den im Zollverein gängigstenBaumwollengeweben 1 Kraftstuhl täglich 28 Ellen, ein Handstuhl mit Schnell-schütze täglich 12 bis 14 Ellen Stoff liefert. Da nun der Preuss. Staat im Dez.1849: 2583 mechanische und 111970 Handwebstühle fiir ganz baumwolleneund vorzugsweise baumwollene Gewebe besass, so ist deren tägliche Leistungzu 1,528000 Ellen und ihre jähr 1 iche Erzeugung in 300 Arbeitstagen zu458,400000 Ellen zu veranschlagen. Da das Gewicht dieser verschiedenen Waa-ren nicht bekannt ist, so sucht man durch einen Absatz von 25 Prozent amGewichte des Garns das muthmasliche Gewicht der Gewebe zu ermitteln. Imvorliegenden Falle würde dadurch die jährliche Zollvereinserzeugung an Baum-wollegeweben auf fast genau 700000 Ztr. sich stellen, so dass, nach Absatzder Mehrausfuhr von (wie oben) 113000 Ztr., der heimische Verbrauchdes Zollvereins zu 58,700000 Pfd. zu berechnen wäre, also zu durchsclin.1,9 Pfd. auf 1 Kopf der Bevölkerung.

Um denjenigen meiner Leser, welchen nur die Endergebnisse Interesse ge-währen, die Mühe zu ersparen, die vorenthaltene Darstellung zu studiren, stelleich die (daraus abzuleitenden) wichtigsten Ergebnisse der Baumwolle-Verarbeitung im Zollverein nachstehend zusammen.

Nach dem j etzige n Stande der Preise berechne ich dabei als Mittelsätze :für 1 Zoll-Ztr. Baumwolle in der Fabrik 14 Thlr. (1 Pfd. in England zu 5 den.,hier zu 50 Silberpf.); für 1 Ztnr. Garn 27 Thlr. (24 bis 30 Thlr.; 1 Pfd. derMittelnummern kostet in Berlin 8 bis 9 Sgr.); 1 Ztr. Baumwollegewebe 170 Thlr.(um den in der Zollvereins-Statistik von Dieterici angenommenen Satz festzu-halten, obgleich ich glaube, dass er für jetzige Verhältnisse zu hoch ist). Bei-läufig bemerke ich, dass in den Mittheilungen des statistischen Büreaus zu Berlin

Wiener Ellen Umfang, wonach die Fadenlänge des Schnellere 1487 J |2 W. E. (= 3968 Hannov.Fuss) ergiebt. In Frankreich ist der Umfang des Haspel = l 3 /i Meter; das Gebinde enthält 70Fäden oder 100 Meter, der Schneller 10 Gebinde oder 1000 Meter (= 3423 Hannov. Fass). —Aus Karmarsch mech, Technologie II, 1111.