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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Bergbau und Hüttenbetrieb. (Edele Metalle.)

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2) Silber, (Franz. Argent, Engl. Silver) verdankt, gleich dem Goldeden hohen Werth, welchen man ihm beilegt, hauptsächlich der Unv er än d e r-lichkeit gegen Einflüsse der Luft, Feuchtigkeit u. s. w.; dann auch seinerFarbe, welche bei Feinsilber ein schönes Weiss ist. Es hat eine mittlere Härte,grosse Dehnbarkeit; ein Kubikfuss wiegt zwischen 540 und 569 Pfd.; wirdvon schwachen Säuren nicht angegriffen; schmilzt in schwacher Weissgliihhitze(bei 818° Grad Reaumur). Im reinen Zustande wird Silber selten verar-beitet, vielmehr geschieht, seiner Kostbarkeit und Weichheit wegen, Vermischung(Legirung, Alliage) fast immer mit Kupfer. Man bezeichnet die Menge des Zu-satzes (Feinheitsgrad, LÖthigkeit, Titre) durch die Angabe, wie viel LothSilber in der Mark (16 Loth) enthalten sind. Das mehrste Silber wird 12—14löthig verarbeitet. Das Silber kommt seltener gediegen vor, gewöhnlich verbun-den mit andern Metallen, in mehr oder minder günstigem Verhältnisse; die Sil-bererze werden entweder durch den Schmelzprozess oder durch Amalgamationzu Gute gemacht; die völlige Reinheit des Silbers wird durch das Feinbrennenerreicht.

Vergleichende Darstellungen über Ausbeute und Verwendung edler Metalle,zu verschiedenen Zeiten, in einzelnen Ländern und auf der ganzen Erde.

Die, durch Güte ihrer Quellen, Umsicht und Gewissenhaftigkeit bei wei-tem vorzüglichsten Untersuchungen und Berechnungen neuester Zeit über dieAusbeutung edler Metalle, sind von Danson (im Journal of tlie StatisticalSociety of London 1851, Vol. XIV, p. 11 bis 44), welcher namentlich diereichen Nachweise in den Parlamentspapieren sorgfältig benutzte; sodann vonMichel Chevalier (Cours d’Economie politique, Paris 1850,111. LaMonnaie),ferner ein Aufsatz in Nr. 57 der deutschen Vierteljahrsschrift von 1852; end-lich die Untersuchungen von Soetbeer, in periodischen Blättern und in seinerdeutschen Bearbeitung von Mills’s Grundsätzen der politischen Oekonomie. Derletzteren Quelle ist die nachfolgende Zusammenstellung für 1801 hinsichtlichder Ziffern entlehnt, weil mir keine zuverlässigere Angaben für jene Zeit bekanntsind; jedoch ist der Werthschätzungsmasstab etwas geändert, um jene Ergeb-, nisse mit meinen späteren Berechnungen vergleichbar zu machen. Ich habe.nämlich die verschiedenen Mengenbezeichnungen auf Mark von je 74 Kilo-| gramm umgerechnet, weil diese Einheit von der bekannten Kölner Mark nicht; wesentlich abweicht und die Darstellung nebst Vergleichung sehr erleichtert.7i Kilogr. ist beispielsweise gleich 8,037 Englischen Unzen Goldgewicht, deren12 auf 1 Troy ff gehen; so wie 8,817 Amerikanischen Unzen Goldgewicht, wovon16 — 1 ff Avoir du Poids. Nach den jetzigen Preisen berechnet kostet 1 Dezi-malmark (74 Kilogr.) Gold 225 Thlr; 1 dergl. Mark fein Silber 147a Thlr.Pr. Ivour. und diese Preise sind allen Berechnungen zum Grunde gelegt.