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Veredelnde Erwerbe,
Nro. 21.
Mexico. In dem sehr vollständigen Werke über die Gewinnung der edlen Metalle in Mexico, welches Hr. St.Clair Duport 1844 herausgegeben hat (De’la Production des Metaux precieux au Mexique, Paris) wird das Erzeugniss inder ganzen Republik vom Jahr 1841 an Gold zu 2,000000 Piaster und an Silber zu 16,000000 Piaster angeschlagen. Diesesentspricht im Gewichte für das Gold 12867 Mark oder 2958 Kilogrammen, und für das Silber 1,777777 Mark oder 468676Kilogrammen. Nach den natürlichen Verhältnissen der Bergwerke könnte die Gewinnung viel grösser sein. Mangel an Ka-pitalien, an Bevölkerung, an Kjiltur, an hinreichenden wissenschaftlichen Kenntnissen im nordwestlichen Theile der Repu-blik und endlich der hohe Preis des zur Amalgamalion erforderlichen Quecksilbers sind die Ursachen, warum sich die Ge-winnung der edlen Metalle nicht mehr hebt. St. Clair Duport meint aber, dass die Zeit früher oder später diese Hindernisseaus dem Wege räumen und dann die Gewinnung des Silbers keine andere Grenze mehr haben würde, wie diejenige, welcheihm sein immer sinkender Werth selbst stellen müsse. Der spätere Stand der Silberausbeute Mexico’s ergiebt sich aus nach-folgenden Ziffern, welche den amtlichen Berichten des Mexicanischen Ministeriums von 1846 entnommen sind. In den zehnJahren von 1835 bis 1844 belief sich die an den Staat gezahlte Taxe auf 1,988896 Piaster 5 sie waren erlegt für 15,911194Mark Silber, deren Werth betrug: 131,267352 Piaster. Durchschnittlich kommen also auf das Jahr 13,126734 Piaster. AufZacatecas kommen, die Brüche bei Seite gelassen, von der gesammten Ausbeute 33 pZt., auf Guanaxuato 21, San LuisPotosi 7, Pachuca 6 , Guadalaxara 5, Mexico 4, Durango 4, Guadalupe y Calvo 3, Chihuahua mit Jesus Maria 4, aufRosario Cosala und Mazatlan etwas mehr als 2, Sombrerete mehr als 2, Parral 1 pZt., auf Zimatlan, Alamos, Hermosillo,Oaxaca und Tasco je weniger als 1 pZt. dabei ist aber überall nur von dem bei den Münzstätten angegebenen Silber dieRede. In den acht Münzstätten der Republik Mexico : Chihuhua, Durango, Guadalaxara, Guadalupe y Caivo, Guanaxuato,Mexico, San Luis Potosi und Zacatecas, wurden im Laufe des Jahres ausgeprägt für 667406 Piaster Gold und 13,065454Piaster Silber; das mchrsle Gold in Guanaxuato, nämlich 441S01 Piaster, das mehrste Silber gleichfalls in Guanaxuato, näm-lich 4,219900 Piaster; in Zacatecas 4,429353, in Mexico 1,688156 Piaster oder Dollars.
Ueberhaupt sind von 1535 bis 1850 in Mexico ausgeprägt worden :
an Silber von 1535 bis und mit 1844 ...... 2,465,275954
an Gold „„„„„„ . 126,986021
an Kupfer von 1811 bis 1844 ....... 5,566876
Sodann noch an Gold und Silber von 1845 bis und mit 1849 . . 70,000000
Insgesammt 2,667,828851
(Hunt 1853, XXIX, S. 97.)
Im Jahre 1849 sind nach amtlicher Angabe für Piaster 1,351416 Gold und für 27,003989 Silber gefördert. Für1850 ist die gesammte Silberausbeute (mit Einschluss der verheimlichten Mengen) zu 28,500000 Piaster Werth berechnetund sie ist seitdem, in Folge der bedeutenden Anstrengungen der fremden Minen-Gesellschaften, fortgesetzt gestiegen.
Nro. 22. und 23.
Goldlagcr im Britischen Nordamerika, namentlich auf Königin Charlotten-Vancouvers-Inscl, in Kanada ;in den Staaten von Mittel-Amerika, namentlich Costa-Rica; in Guyana, besonders dem Britischen Antheile; im Gebietedes La Plata Stroms, hauptsächlich zu La Rinconada, Carolina, Jachal (Parish, Buenos Ayres, London 1852, III, 310, 322,338); Silberbergbau in deu La Plata-Staaten; namentlich zu Uspallata und Famatina (Parish III, 285 und 331).
Nro. 24.
Brasilien, Ausfuhr vor. einheimischem Gold in Staub und Barren, für Dollar: I84S/7: 584354. 1847/8: 789381,1848/9: 1,183691, 1849/50: 1,211264, 1850/1: 974081, 1851/2: 660277.
Nro. 25.
Der Ertrag der Silberbergwerke von Chile hat vorzüglich seit 1832 (wo die Gruben von Chanareillo entdecktwurden), sich ganz ausserordentlich gehoben. Die Gruben von Copiapö (Ann. du Comm. extr. 1852. Nr. 592, 13) allein,welche 1831 nur 5997 Mark Silber lieferten, ergaben 1835: 84700 Mk., 1845: 153447 Mk., 1846; 160794, 1847: 204104,1848: 261105, 1849: 342240, 1850: 334444 Mk. Für die letztere Ausbeute berechnete man 4,437391 Piaster Werth undfür den Werth des gleichzeitigen Ertrages der Silberminen der Provinzen: Huasco 727228 Piaster, Coquimbo 1,855998 Pi-aster. Der Gesammtwerth des Silberertrages warmithin 7,020671 Piaster, was (zu 13,26) etwa 529462 Mark ent-spricht; für die Gegenwart aber kann man schon einen Jahresertrag von 550000 Mark Silber annehmen.
Nro. 29.
Britische Besitzungen in Ozeanien nämlich Neu-Süd-Wales (Ausfuhrhafen Sydney), Victoria (Melbourne),Südaustralien (Adelaide), Yan-Diemensland (Hobarttown und Louweerton), Neu-Seeland (Aukland); Ausbeute an Gold:
Unzen zu 4 Lst werth oder Thtr.
(7,51872 = 1 Köln. Mk.) (in London 1 Unze 4 Lst.
(in Australien 68 bis 77 Schl.
vom Juni bis Ende 1851: . 345146 1,380584 9,387971
1852 . 4,003261 16,013044 108,888699
(wovon Ausfuhr 3,131537)
1853 (nach dem Ergebniss der 8 ersten Monate geschätzt) 4,150000 16,600000 112,88(3000
(Economist 1853 S. 310, 1048, 1223, 1241 ; 1854 S. 177; — Moniteur universel 1853 Septbr. 25). Vielleicht zuhoch, da (nach Bemerkungen in einzelnen Handelsberichten späterer Zeit) die Ausbeute in den letzten Monaten sich ver-mindert haben soll. Die Verschiffungen betrugen Unzen, im: August 122798, September 191549, Oktober 333178;bis Ende Oktober waren im Jahre 1853 von Melbourne aus fast 2,000000 Unzen Gold verschifFt, welche (zu 75 Shl. 1Unze) etwa 7,284000 Lst. werth waren.