Bergbau und Hüttenbetrieb. (Edele Metalle.)
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Im Jahre 1814 sank die Werthrelation des Goldes auf 1: 15,04, stieg aber alsbald unterdem Einfluss der Vorbereitung zu den wieder aufzunehmenden Baarzahlungen der Bank vonEngland.
Von 1813 an bis 1847 hat sich das Werthverbältniss zwischen Gold und Silber auffallendgleichmäsig gehalten, ungeachtet einerseits der ausserordentlich starken Nachfrage nach diesemMetalle zu dem oben erwähnten Zwecke der Wiederherstellung des Englischen Geldwesens in denJahren 1816 bis 1819, und andererseits der seit den dreissiger Jahren von Jahr zu Jahr bedeu-tender .werdenden Goldproduktion am Ural und in Sibirien.
Wenn man nämlich den Durchschnitt sämmtlicher Notirungen der ersten 16 Jahre, von1816 bis 1831, nimmt, so ergiebt sich ein Goldpreis von 434 J |2 MBco. — also eine Werthrela-tion wie 1: 15,66; — und der Durchschnitt der letzten 16 Jahre des in Rede stehenden Ab-schnittes (von 1832 bis 1847) ist ein Goldpreis von 434 Mark — also eine Werthrelation wie 1: 15,64.
Am höchsten war während des Zeitraums von 1816 —1847 der durchschnittliche jähr-liche Goldpreis im Jahre 1821: 442 Mrk. 10 Sch. Beo. (1: 15,ss) und in der letzteren Zeit(seit 1834) im Jahre 1843, nämlich 436*14 (1: 15,72); am niedrigsten dagegen stets in solchenJahren, in denen England, damals noch unter dem Einfluss künstlicher Kornzoll-Skalen stehend,vorübergehend einer sehr bedeutenden Getreide-Einfuhr bedurfte und dagegen ansehnliche Baar-summen in Gold nach dem Kontinent zu senden hatte, wie namentlich in den Jahren 1840 und1841, in denen der durchschnittliche Goldpreis in Hamburg anf resp. 428 Mrk. 1 Sch. und427 Mrk. 10 Sch. Beo. (1 : 15,43 und 15, 41 ) hinnnterging.
Der durchschnittliche Silberpreis in London, welcher selbstverständlich im umgekehrtenVerhältniss mit den Goldpreisen auf den Handelsplätzen des Kontinents sich stellen muss, ver-hielt sich in dem Zeiträume von 1821—1847 wie folgt:
1821 — 30 . . . . pr. Standard Unze 4 s. 11 ‘ d. = 1: 15,86
1831-40. . . . „ „ „ 4„ liy« „=1:15,75
1841—47. . . . „ „ „ 4„ 11 49/32 „ = 1: 15,83
Der durchschnittliche Werth des Goldes war am höchsten in den Jahren 1826 und 1832,wo der Londoner Silberpreis, im Durchschnitt des Jahres, auf resp. 4 s. 10 3 |4 d. und 4 s. 11 d.(1: 16,05 und 15,97), und am niedrigsten in den Jahren 1825 und 1839, wo letzterer auf resp.5 s. 7 jsd. und 5 s. 1 /a d. (1: 15,48 und 15,56) anskam.
Im Jahre 1848 stieg in unmittelbarer Folge der Februar-Revolution der Werth des Gol-des zeitweilig; in Paris sogar einige Wochen lang auf 30 pr. Mille Agio. Der durchschnittlicheGoldpreis in Hamburg war 436 Mrk. 3 Sch. Beo. (1: 15,72), der Silberpreis in London 4 s.Il’|l6d(l: 15,84)
Prozentweise Vergleichung der Schwankungen des Goldwerthes von 1848 bis April 1854mit dem Durchschnittswerthe im sechzehnjährigen Zeitraum von 1831 bis 1847.
Zeitraum.
Paris.
London.
Hamburg.
Durchschnitt.
1831 bis
1847 .
. . . 100, oo
100,oo
100,oo
100,oo
1848 .
100,32
100,51
100,38
1849. 1.
Quartal .
. . . 99,17
99,87
100,38
99,81
2.
51
. . . 99,41
99,87
100,90
100,06
3.
5)
. . . 99,36
99,94
100,70
100,oo
4.
’5 •
. . . 99,68
100,44
100,70
100,25
1850. 1.
55
. . . 99,75
100,13
100,32
100,06
2.
5» *
. . . 100,06
100,13
100,45
100,19
3.
5) »
. . . 99,30
99,87
99,81
99,62
4.
55
. . . 98,73
98,29
98,59
98,54
1851. 1.
5» •
. . . 98,22
97,02
97,44
97,52
2.
55
. . . 98,09
97,53
97,95
97,84
3.
55 •
. . . 98,03
98,29
98,27
98,16
4.
55 •
. . . 98,47
93,73
98,66
98,60
v. Reden, Statistik V. Europa, 52