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Veredelnde Erwerbe.
Auch Frankreichs Steinkohlen-Einfuhr nimmt rasch zu, denn siebetrug 1851: 24,688668, 1852: 25,610241, 1853: 28,245547 metr. Ztr. (wo-von aus Belgien 19,655872, England 5,634037, Zollverein 2,892442, aus son-stigen Staaten nur 63196). Ob auch die eigene Erzeugung Frankreichs anKohlen, entsprechend zugenommen hat, ist nicht darzulegen, weil die Directiondes Mines das Vorrecht zu haben scheint die Statistik zu vernachlässigen. Dieobige Erzeugungs-Angabe der 45,000000 metr. Ztr. ist deshalb aus dem Jahre1846 und davon kamen auf das Kohlenbecken der Loire 157<t> von Valen-ciennes 1073 , von Alais 474, von Creuzot und Blanzy 379, von Aubin l 8 /io,auf 58 sonstigen Kohlenbeken 9 9 /io Million metr. Zentner. —Belgiens Aus-fuhr war 1852: 2,103546, 1853: 2,331355 Tonn. — Ueber den Stein-kohlenreichthum und Verbrauch der Vereinigten Staaten von N. A.enthält Hunt’s Merchant’s Magazine (XXI. 1849, S. 266; XXIV. 1851,S. 214;X,XIX. 1853, S. 640) einige vortreffliche Mittheilungen. So weit bis jetzt in 12Staaten erforscht, haben die Kohlenfelder etwa 133132 Engl. QM. — (6000geogr. QM. also grösser als die gesammten Britischen Besitzungen in Europa)— Ausdehnung und der kleine davon bearbeitete Theil liefert jetzt bereits jähr-lich 5,500000 Tons. Die Kohlen e infuhr, welche 1843 nur 11185 Tons be-trug war im Jahre vom 1. Juli 1847/8: 196251; 1848/9: 198213; 1849/50:180439; 1850/1: 240000; 1851/2: 203420 Tons. —
Aehnliche Nachrichten besitze ich auch über die sonstigen Länder ausser-halb Europa, welche so glücklich sind Kohlen zu haben. Für den vorliegendenZweck würde deren Mittheilung zu weit führen. Allein ich kann den Wunschnicht unterdrücken, dass eine statistisch-kartografische Darstellung aller Kohlen-felder der Erde und daneben die Lagerstätten des Salzes, Goldes und Silbers, vorAugen bringen möge. Eine solche Uebersichtskarte würde für viele Zweckenutzbar gemacht werden können, denn jene 4 Minerale sind die Hauptfaktorender Zukunft der Naturländer.
ee. Salz-Gewinnung in Europa.
Hier ist nur von dem wichtigsten der Salze, dem Kochsalze, die Rede,einer Verbindung des Chlor mit dem Natrium; welches nicht nur als Theil dermenschlichen und thierischen Nahrung unentbehrlich ist, sondern auch in denwichtigsten landwirtschaftlichen und veredelnden Erwerben Anwendung findet.Seinem Ursprünge nach giebt 'es bekanntlich Stein-, Quell- und Meer-Salz.
Obgleich ich, wegen der ungemein grossen Wichtigkeit dieses unentbehr-lichen Verbrauchsartikels, eine Schätzung seiner Erz eugun g in ganz Europaversuche, muss ich doch bevorworten, dass nur ein Theil der nachstehenden Ziffernvöllig zuverlässig ist. Das mag zwar überraschen, weil von einem Erzeugnisdie Rede ist, dessen statistische Verfolgung — durch seine Monopolisirung und