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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Veredelnde Erwerbe.

Einfuhrwerth. Ausfuhrwerth. Mithin mehr ausgef,Rthlr. Rthlr. Rthlr.

Von Hamburg u. B^emep zusammen in p.851 .... 12,583593 11,800460 783133

„ „ „ „ . » 1852 .... 11,383048 11,225638 157410

Durchschnitt ,•von 1851 nnd 1852 .... 11,983321 11,613049 470271

Diese vergleichenden Zusammenstellungen können als Grundlage interessanterFolgerungen dienen. Beispielsweise: Jene sieben Zollgebiete, mit einer Ge-sammtbevolkerung von ungefähr 199 Mill., bedurften im Jahresdurchschnitt von1842/46: 2,-792194 Ztr.; im Jahre 1850: 2,825145 Ztr. Kaffee; sie werden imJahre 1852 (ohne den Schleichhandel in Anschlag zu bringen) mindestens 3Mill. Zentner Kaffee verzehrt haben, also etwa 61 Przt. der für den Welthandelverfügbaren Menge. Pechnet man auf den Rest der Bevölkerung von Europa(etwa 66 Mill.) 1 Pfd. für den Kopf, so kommen 660.000 Ztr.; mit l 1 /« Pfd.aber (was wahrscheinlicher ist) 990000 Ztr. hinzu. Die Handelszirkulare ver-theilen davon beispielsweise auf Pänemark, Schweden und Norwegen 10000Tons, die Schweiz 7000 Tons, Spanien und Portugal 6000 Tons, die übrigenMittelmeerländer 15000 Tons; was zusammen 760000 Ztr. beträgt. Die Bevöl-kerung von Europa wird mithin ziemlich gewiss jetzt schon 4 Mill. %tr, Kaffeejährlich jn Anspruch nehmen. Dies sind 82 Przt. der für den Welthandel ver-fügbaren Menge. Rechnet man dazu die 2 Mill. Ztr., welche in den VereinigtenStaaten verbraucht werden, den Bedarf des Kap der guten Hoffnung mit 40000Ztr. etc., so kommen (nach einer in den engsten Grenzen gehaltenen Berech-nung) als gegenwärtige Verbrauchsmenge von Europa und der Ver-einigten Staaten von Amerika 6 Mill. Zentner Kaffe heraus, also bedeu-tend mehr, als die besten Handelsberichte in den Welthandel gelangen lassen.— Sollte der Zollverein — (was bei fernerer Herabsetzung der Eingangsabgabesehr glaublich ist) — binnen 10 Jahren zum Durchschnittsverbrauche Belgiensgelangen; so würde schon eine seiner gegenwärtigen Bevölkerung gleiche Kopf-zahl, 2,790000 Ztr. Kaffee bedürfen. — (Der Kopfantheil des Zollvereins andem Kaffeeverbrauche war im Jahresdurchschnitt von 1834/38: 1,89, 1839/43:2,38, 1844/47: 2,72 Pfund). — Will man vorläufig in engeren Grenzen bleibenund nur eine Verdoppelung des jetzigen Verbrauchs im Zollvereine anneh-men — (welche thatsächlich binnen 15 Jahren zum jetzigen Betrage bereitsStatt gefunden hat): — so würde der Bedarf, von der Volksvermehrung abge-sehen, dadurch auf 1,860000 Zentner steigen. Auch die Zollkasse würde dabeinicht verlieren, denn selbst bei einer Eingangsabgabe von nur 3 Thaler für 1Zentner, würde sie^5,580000 Thlr. Einnahme haben; also mehr als wahrschein-lich sie in den nächsten Jahren durch ihren 5 Thlr -Zoll erlangen wird. — Dahohe Verbrauchsabgaben stets zur Umgehung, namentlich durch Schleichhandelund Verfälschung, reizen, so hat auch der Kaffee diesem Geschicke nichtentgehen können. Wer über den ausserordentlichen Umfang und die verschie-denen Arten dieser Fälschungen genauere Kunde verlangt, dem kann das Pro-