Papier-V erfertigung.
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B. Notenpapier (parier de musique, music paper). Dick mit gerippten Formen oderVelinformen geschöpft.
C. Knpferdruckpapier (papier h estampes, plate paper). Velinpapier von mehr oder
■weniger feiner Masse, dick, weich nnd gewissermasen schwammig, stets ungeleimt. GefaulteLumpen eignen sich vorzugsweise zu dieser Papiergattung. »
D. Gold- oder Seidenpapier (pelure , papier de soie, papier Joseph h soie, tissuepaper). Das geringere mit gerippten Formen, die feinen Sorten mit Velinformen gearbeitet;ausserordentlich dünn, zum Einwickeln von Goldwaaren und anderen zarten Gegenständen; zumEinlegen zwischen Kupferstiche etc.
III. Schreib- und Zeichnenpapiere (geleimte weisse Papiere.); und zwar:
A. S c h r e i b papiere (papier h icrire, papier d'dcriture, writing paper). Theils mit ge-rippten, theils mit Velinformen gefertigt. Unterarten:
a) Konzeptpapier (papier hülle). Die geringste Gattung, halb weiss (aus nicht ge-bleichter Masse), gerippt.
b) Kanzleipapier (mittelfeines und feines); gerippt.
c) Postpapier (feines und allerfeinstes); gerippt. Die dünnen Sorten der mittleren undkleineren Formate, werden vorzugsweise als Briefpapiere gebraucht. (Brief-Postpapier).
d) Velin Schreibpapier, sowohl Briefpapier als auch dickeres. Alle aus feiner Massebestehenden Sorten führen den gemeinschaftlichen Namen Post-Velin oder Velinpostpapiernnd sind nebst den von mittelfeiner Masse am gebräuchlichsten; doch findet sich auch Velin-schreibpapier aus ordinärem Zeuge (Velin-Konzept).
B. Notenpapier, dick und in besonderen Formaten.
C. Zeichnenpapier (papier de dessin, drawing paper). Durchaus Velin, feine oderallerfeinste ganz weisse Masse, nie gebläut, im Allgemeinen dicker (schwerer) als die Schreib-papiere von gleichem Formate.
D. T ap e tenpapi er. Geleimtes Velinpapier aus mittelfeiner Masse in ziemlich grossemFormat. Es kommt gegenwärtig nur noch ausnahmsweise vor, nachdem die Anwendung des insehr langen Blättern (Rollen) verfertigten Maschinenpapiers in der Tapetenfabrikation allge-mein geworden ist. Diese Eintheilung der Papiersorten, welche ursprünglich der Hand- (Bütten-)Papierfabrikation zum Grunde Igg, wird jetzt auch auf die entsprechenden mit Maschinen er-zeugten Papiere angewendet.
Jede der vorstehend aufgeführten Papiergattungen wird wieder in Bogen verschiedenerGrösse (in verschiedenem Format, format, size) aus den Fabriken geliefert. Für die Papier-Formate sind gewisse Benennungen allgemein eingeführt.
Der Geldwerth des Papiers wird — sofern er von der Menge ab-hängt — ebensowohl durch das Gewicht, als durch die Flächengrössebestimmt. Denn wenn Letztere allerdings zunächst vom Verbraucher in Be-tracht gezogen wird, weil er von dem eine bestimmte Summe kostenden Papieredesto umfangreicheren Gebrauch machen kann, je grösser die Gesammtfläche des-selben ist; so beeinträchtigt doch die (mit wachsender Flächenausdehnung ver-bundene) Verringerung der Dicke, des Papiers Festigkeit und Dauerhaftigkeit. Auf deranderen Seite hat der Fabrikant im Auge zu halten, dass zwar ein gleichgrossesGewicht Zeug zu grösserer Fläche ausgearbeitet, mehr Arbeit verursacht; da-gegen eine gleichgrosse Gesammtfläche desto mehr Stoff erfordert, je dicker (alsoje mehr ins Gewicht fallend) die Blätter sind. Dieser Umstand ist von solcherBedeutung, dass die Papierpreise (allerdings mit Rücksicht auf Format undFeinheit der Masse) nach Gewicht, nämlich für 100 Pfd., gestellt zu werden