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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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593
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Dampfschifffahrt insbesondere. 593

e) Zwischen Bremen und New-York (seit 1846) monatlich durch die Dampf-boote Washington und Hermann.

f) Desgleichen (seit 1853) durch die Dampfboote Hansa (2200 Tons, 1000Pf. Kr.) und Germania (1600 Tons, 600 Pf. Kr).

12.—14. Hamburg, Hannover, Holstein.

Im Jahre 1852 unterhielt Hamburg 12 regelmässige Dampfschiffahrts-verbindungen mit folgenden überseeischen Plätzen: 1) mit London durch 7 Schiffe,2) mit Hüll durch 9 Schiffe, 3) mit Newcastle durch 2 Schiffe, 4) mit Hartle-pool durch 2 Schiffe, 5) mit Leith durch 1 Schiff, 6) mit Grimsby durch 2Schiffe, 7) mit Amsterdam durch 2 Schiffe, 8) mit Rotterdam durch 1 Schiff,9) mit Norwegen (Bergen) durch 1 Schiff, 10) nach Helgoland durch 4 Schiffe,11) mit Havre durch 2 Schiffe, 12) nach Norderney durch 1 Schiff. Die Liniennach Grimsby und Norderney sind im J. 1852 neu errichtet; andere Verbin-dungen, wie die nach Rotterdam und Bergen im Jahre 1851; die Fahrt nachAntwerpen 1853. Dagegen sind die 1850 eingeführten Fahrten nach Schleswigund New-York schon in dem darauf folgenden Jahre wieder eingestellt worden,nachdem nach diesen Hafenplätzen nur drei oder vier Reisen gemacht waren.Die Hamburg-New-Yorker Dampfverbindung war von dem dortigen Rheder Ro-bert Sloman selbstständig ins Leben gerufen worden, hob sich aber durch Ver-unglückung des dienstthuenden Dampfers wie von selbst wieder auf. Es ist frei-lich auch die Frage, ob Angesichts der vortrefflichen Bremen-New-Yorker Dampf-linien, ein solches Hamburgisches Unternehmen für jetzt guten Ertrag gelieferthaben würde.

Die Anzahl der zwischen Hamburg und obengenannten Plätzen fahrendenSeedampfer betrug Ende 1852: 43; oder 13 mehr als 1847 und 31 mehr als 1842.Von dem jetzigen Bestände treffen aus den genannten Britischen Häfen wö-chentlich etwa 14 ein und geht eine gleiche Zahl dahin ab. Die Linien nachLondon und Hüll sind am lebhaftesten (4 und 5 mal wöchentlich hin und her);Jene wegen der Post, Diese wegen der Auswandererzüge. Die übrigen Briti-schen Boote fahren 2 oder 1 mal wöchentlich; nach Amsterdam wird nur jedenfünften Tag; nach Bergen, Rotterdam, Havre und Antwerpen nur alle 14 Tagegefahren. — Ueber den Damp fs chiff-Verkehr auf der N i ed e r- und Ober-Elbe, enthält für 1853 aus amtlichen Quellen die Börsenhalle-Zeitung den fol-genden Bericht.

Unter den Dampfschiffslinien der Nieder-Elbe war auch im Jahre 1853 die Verbindungmit Harhurg die bedeutendste. Es fanden Dämlich.von dort mit 4 Dampfschiffen im Ganzen2560 Fahrten Statt, in welchen zusammen 122410 Passagiere, 645 Pferde, 4269 Stück Schlacht-vieh, 440 Wagen und 2290 Kolli Waaren auf hier, sowie 133128 Passagiere, 3084 Pferde, 1287Stück,Schlachtvieh, 447 Wagen und 4874 Kolli Waaren von hier dorthin beiortfert wurden. ImJahr 1852wurdkn mit der gleichen Anzahl Dampfschiffen auf 2316 Fahrten im Ganzen 144927Passagiere, 684 Pferde, 5254 Stück Schlachtvieh, 58 Wagen und 1811 Kolli Waaren her- und144590 Passagiere, 5584 Pferde, 2717 Stück Schlachtvieh, 95 Wagen und 2236 Kolli Waarenhinbefördert, woraus sich allerdings eine Verminderung ergiebt, die sich jedoch durch die be-kanntlich zu Anfang des verflossenen Jahres erfolgte Eröffnung des neuen Landweges über Wil-

V. Heden, Statistik v. Europa. 75