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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Handels-Erwerb.

Ueber die Waarenveri ollun g beim Wiener Hauptzollamtein den Jahren 1852 und 1853 macht die Austria 1854, Nr. 81 folgende Mit-theilung.

Die Zolleinnahme des Wiener Hauptzollamtes betrug, mit Einschluss der Nebengebühren,im Verwaltuugsjahre:

1852. 1853.

4,003194 fl. 4,112500 fl.

Hiervon entfallen auf die Einfuhrzölle. 3,792155 „ 3,903697 *

„ „ „ „ Ausfuhrzölle. 38485 „ 44203 „

„ „ „ „ Durchfuhrzölle. 23653 „ 23236 „

„ „ „ „ Gefällssicherstellung . . . 27240 ,, 28264 „

„ „ „ „ Nebengebühren*) .... 121561 „ 113100 *

Der höhere Ertrag der Einfuhrzölle in 1853 rührt insbesondere von den Mehrbeträgenan Zuckermehl für Raffinerien, Kaffee, feinen Südfrüchten, Baumwollgarnen, einigen Gattungenvon Webe- und Wirkstoffen und Maschinen her. Das, ungeachtet der herabgesetzten Zollsätze,eingetretene günstigere Ergebniss der Ausgangszölle zeugt von einem Aufschwung des Exportes.Bei den Nebengebühren zeigte sich 1853 gegen das Vorjahr ein Ausfall an I.agerzinsen, Zettel-geld und Kontumaz-Zollzuschlag. Die Lagerzinsen hatten 6ich 1852 ungewöhnlich vermehrtweil viele Waarenvorräthe vor dem Eintritt der Wirksamkeit des Zolltarifs vom 6. November1851 in den zollamtlichen Lagerräumen aufgestapelt wurden, um nach dem 1. Februar 1852verzollt zu werden; im Verwaltungsjahre 1853 fand eine solche Verzögerung der Verzollungnicht Staatt, daher konnten auch die Lagerzinsen eine gleiche Höhe nicht erreichen. Die Abnahmeder Einnahme an Zettelgeld ist in dem seit 1. August 1853 eingeführten neuen Zollverfahrengegründet, nach welchem die Erklärungsscheine, für welche kein Zettelgeld eingehoben wird, dieStelle der Bolletten vertreten. Der geringe Ertrag des Kontumaz-Zollzuschlages war durch die Ab-nahme der Einfuhr von Produkten, namentlich von Unschlitt und Zwetschen, aus der Türkeiveranlasst.

Das Zollerträgniss des Jahres 1853 war das günstigste seit 1838, und wohl auch früherwird kein höheres beim Wiener Hauptzollamte vorgekommen sein; es betrug:

1851 . .

3,289258 fl.

gegen

1853 weniger

um:

823242 ff.

1850 . .

3,211060 „

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901440 „

1849 . .

2,582636 „

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1,529864 „

1848 . .

2,636768 „

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1,475732 „

1847 . .

3,172611 „

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939889 „

1846 . .

3,161003 „

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1845 . .

3,010646 „

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1,101854 „

1844 . .

3,259473 „

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853027 „

1843 . .

3,250327 „

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862173 „

1842 . .

2,944946 „

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1,167554 „

1841 . .

2,741534 „

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1,370966 „

1840 . .

2,947029 „

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1,165471 „

1839 . .

2,855680 „

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1,256820 „

1838 . .

2,809383 „

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1,303117 „

Von den vorzüglichsten Einfuhr-Artikeln Wiens wurden beim Hauptzollamte verzollt:

1852 1853

Kakao in Bohnen.Zollztr. 2508 2072

Kaffee. „ 61380 62360

*) Lagerzins, Waggeld, Zettelgeld, Siegeltaxe, Kontumaz-Zollzuschlag n. s. w.