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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Handels-Erwerb.

Die Häfen zu Bremen, Vegesack und Bremerhaven, ihre Grösse,Zugänglichkeit etc. betreffend').

i) Häfen in Bremen.

A. Oberländischer Hafen.

Der oberländische Hafen dient zum Schutze der Fahrzeuge, welche die Oberweser befah-ren und ist am linkseitigen Ufer oberhalb der grossen Weserbrücke und den Eisbrechern zwischender grossen und kleinen Weser belegen, an allen Seiten von dossirten Ufern begrenzt, welchefast überall bis über den höchsten Wasserstand reichen, viele Landpfähle und einige Duc dAlbendienen zur Befestigung der Fahrzeuge. Der Eingang zum Hafen ist an der grossen Weser vor-handen und die Mündung, über welche eine eiserne Drehbrücke führt, liegt stromabwärts undist zu beiden Seiten mit massiven Stirnmauern eingefasst und hat eine Breite von 39 Fuss.

Die Tiefe im Hafen beträgt 4 Fuss unter 0 Wasserstand und bei mittleren Wasserstän-den 7 Fuss. Vor dem Hafen ist überall eine grössere Tiefe vorhanden.

Der Flächeninhalt des Hafens beträgt 128000 QFuss. Die Aufsicht über den Hafen führtder unmittelbar daran wohnende Konsumtionsbeamte.

B. Sicherheitshafen.

Der Sicherheitshafen ist am unteren Ende der Stadt am linkseitigen Ufer belegen understreckt sich von der Weser bis zum Hohenthore und ist überall von Ufern und Deichen be-grenzt, welche bis über den höchsten Wasserstand von 18 Fuss 9 Zoll reichen. Zur Befestigungder Fahrzeuge dienen eine grosse Anzahl Duc dAlben. Die Mündung des Hafens ist stromabwärtsgerichtet und ist zu beiden Seiten mit massiven Stirnmauern eingefasst; auch ist über der Mün-dung, welche eine Breite von 54 Fuss hat, eine eiserne Drehbrücke vorhanden.

Der Hafen zerfällt in zwei Theile, wovon der erstere Theil eine Tiefe von 4 Fuss zumTheil auch 5 1 jz Fuss unter dem gewöhnlich niedrigsten Wasserstande von 0 Fuss an der Brücken-marke, bei mittleren Wasserständen 7 resp. 8 ] |2 Fuss Tiefe hat und einen Flächeninhalt von302000 QFuss enthält. Eine Ausbaggerung dieses Theiles des Hafens bis zu ö 1 ;! Fuss unter0 Wasserstand ist vorgesehen, die Kosten dafür sind im Budget mit aufgenommen und wirddiese Arbeit noch in diesem Jahre fast vollständig, der etwaige Best im nächsten Jahre ans-geführt werden. Dieser Theil des Hafens ist für die Leichterschiffe und für die Dampfschiffewährend des Winters bestimmt und ist zum Entladen der Fahrzeuge ein 4000 Pfd. tragenderKrahn am Hafen vorhanden, auch wird dieser Theil des Hafens zum Einschiffen der Answande-rergüter benutzt, wozu ausser dem Krahne, fünf Brücken vorhanden sind, welche nach dem je-desmaligen Wasserstande gehoben und gesenkt werden können.

Zum Aufbewahren der Auswanderergüter, so wie zum Schutz der Auswanderer ist eingrosser massiver Schoppen in unmittelbarer Nähe am Hafen vorhanden.

Der andere Theil des Hafens enthält einen Flächenraum von 392000 QjFuss und wirdwährend des Winters von auf der Oberweser fahrenden Fahrzeugen, sowie von kleineren Schif-fen benutzt, die Tiefe desselben ist sehr verschieden und beträgt bei 0 Fuss Wasserstand 1 bis15 Fuss, bei mittleren Wasserständen 4 bis 18 Fuss, jedoch soll eine Ausbaggerung der flachenStellen in diesem Jahre ausgeführt werden.

Der Flächeninhalt des ganzen Häfens beträgt also nach dem Vorstehenden 694000 QjFuss.Die Aufsicht über den Hafen führt ein Hafenmeister, welcher unmittelbar am Hafen wohnt.

C. Holzhafen.

Der Holzhafen ist am oberen finde der Neustadt am linkseitigen Ufer der kleinen Weserbelegen und erstreckt sich von dieser bis zum Buntenthore.

Die den Hafen begrenzenden Ufer und Deiche reichen bis über den höchsten Wasser-stand und sind am Hafen Bandpfähle zur Befestigung des im Winter und Sommer darin lagern-

ö ) Mittheilung der Behörde für Handels-Statistik, welcher ich überhaupt viele werthvolleNachrichten verdanke.