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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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697
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Handels-Bewegung — Oldenburg, Mecklenburg. 697

Wanderer. — Das Jahr 1853, welches spärlicher ausfiel als das vorhergehendeJahr, ergab eine Ankunft von 398 Schiffen von 33629 Rockenlast mit denHaupteinfuhr-Artikeln als: Baumwolle, Bahneisen, Eisen, Wein, Twiste, Ta-bak, Stückgut, Steinkohlen, Rocken, Reis, Holz und Oel. Es gingen dagegenin demselben Jahre von Bracke wieder ab: 417 Seeschiffe mit Eichenholz,Weizen, Bohnen, Knochen, Stückgut, Tabak, Zucker, Hornvieh, Schafen undAuswanderer. — Die Viehausfuhr war in den letzten Jahren recht lebhaft.E3 wurden im Jahre 1851: 1161 Stück Hornvieh, 208 Schafe und 2 Schweine,im Jahre 1852: 1949 Stück Hornvieh, 448 Schafe, 10 Kälber und 1 Schwein,und im Jahre 1853: 5252 Stück Hornvieh, 188 Schafe, 3 Kälber, 3 Schweineund 4 Pferde nach England, und ausserdem von Kleinensielem Weser-strande, (etwa eine Meile von Bracke) nach Hamburg, in’s Bremische undHannoversche 1197 Stück Hornvieh, 224 Pferde, 11 Schafe, 534 Stück Schweineverschickt. — Auch die Passagierfahrt nach den Vereinigten Staaten vonNordamerika von Bracke aus, war in den letzten Jahren sehr lebhaft. So wur-den im Jahre 1851 mit 29 Schiffen 3501, im Jahre 1852 mit 50 Schiffen 6144und im Jahre 1853 mit 36 Schiffen 6388 Auswanderer befördert. — Die Werth-schätzung der in oben erwähnten Jahren gehabten Ein- und Ausfuhren zubehandeln, liegt bei den jetzigen Einrichtungen ausser der Möglichkeit. Dennin Bracke geschieht nur selten die Lagerung der Güter, welche vielmehrin der Regel, selbst nach geschehener Landung, weiter nach Bremen, Vegesacku. s. w. befördert und auch dann in den mehrsten Fällen wieder seewärts verschifftwerden. — Veröffentlicht werden nur (in den Oldenburger Blättern) die Hafen-Schiffiisten von Bracke und Hooksyhl, dem lebhaftesten Hafen des Jade-busens. —

Grossherzogthümer Mecklenburg.

Hübner hat, in seinem sehr verdienstlichen Jahrbuche für Volkswirthschaftund Statistik (II. Jahrg., Leipz. 1854, Seite 165 bis 222) einen (den vorhan-denen Quellen nach) recht gelungenen Versuch gemacht, eine gedrängte Schil-derung aller wichtigen Verhältnisse der Grossherzogthümer Mecklenburg zu lie-fern. Darunter befinden sich die nachfolgenden Angaben über MecklenburgsHandel im Jahre 1851, welche begreiflich zum Theil auf Schätzungen be-ruhen, weil die Han d eis Statistik, als Folge der bestehenden Zoll- und Steuer-Verhältnisse, in Mecklenburg nicht diejenige amtliche Pflege hat erlangen kön-nen, deren andere Zweige der Statistik sich erfreuen. Als Ergänzung könnenmeine (aus andern Quellen) über Rostock und Wismar gemachten Mittheilungen,sowie die Schriften für und gegen den Anschluss Mecklenburgs an den Zoll-verein, dienen.

v. Reden, Statistik v. Europa«

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