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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Handels-Erwerb.

Von dem Gesammtwerthe der Waaren-Einfuhr im Jahre 1851 zu27,500000 Rbthlr. bilden die obigen Einfuhren von Deutschland (6,875000 Rbthlr.)genau 25 Przt.; vom Gesammtwerthe der Ausfuhr zu 26,794000 Rbthlr. be-trägt der nach Deutschland gehende Antheil (4,059000 Rbthlr.), 15 Przt.

Die wichtigsten Gegenstände des Verkehrs zwischen Schweden und Deutschlandsind beispielsweise im Jahr 1850 (z. vergl. die gediegene Schrift des Baron Knute Bonde.La Subde et son Commerce, Paris 1852, S. 53 ff. und 106). Nach Lübeck; Eisen undEiseuwaaren 22000 Skeppand, Holz, namentlich Planken und Bretter, Papier 20000 Pfund:von Lübeck: Kaffee, wollene und gemischte Gewebe, baumwollene und Seidestoffe, Tabak, Wolle,Häute, Wein, Zink (hierunter sehr Vieles als Durchgangsgut von Hamburg). Nach Ham-burg: Eisen, Stahl, Alaun. Von Hamburg: Kaffee, Häute, Tabak. Nach BremenEisen; von Bremen: Tabak. Nach Preussen: Eisen und Eisenwaaren, Kupfer; vonPreussen:Wolle, Zink, Holz und in Missjahren Getreide. Die Fabriken des Zollvereins haben in Schwedenund Norwegen einen erheblichen und steigenden Absatz, bisher grösstentheils durch Vermittlungvon Hamburg und Lübeck; welchen Stettin, seit Eröffnung einer direkten Dampfboot-VerbindungZutritt. Nach Mecklenburg sendet Schweden Eisen und Hölzer und empfängt von dortWolle und Häute. Auch der Steuerverein steht mit Schweden nur in geringer direkten Ver-bindung; Hamburg und Bremen vielmehr vermitteln den Verkehr.

Die Gegenstände der Ausfuhr Schwedens nach Oesterreich sind Eisen, Stahl, Hölzerund Theer; die Einfuhr von dort ist unbedeutend. (Zu den sehr empfehlenswerthen Quellenüber Schwedens Erwerbs- und Verkehrs-Verhältnisse gehört noch Forsell, Statistik ofver Sve-rige, 4. Auflage 1844 deutsch von Freese, Lübeck 1845 und Rawert, Kongeriget Sveriges in-dustrielle Forfatning i. 1847, Kjobenhavn 1848).

Zu 11: Die Literatur der Erwerbs- und Verkehrs-Verhältnisse von Nor-wegen ist verhältnissmäsig reichhaltig. Jeder dem Storthing regelmäsig vorge-legte Bericht über die Verwaltung des Landes, enthält einen Abschnitt UberErwerb, Schifffahrt, Handel; ausserdem aber erscheinen Handelstafeln, derenEinrichtung wenig zu wünschen übrig lässt. Sie sind namentlich benutzt inBlom, Das Königreich Norwegen, Leipzig 1843, 2 Bde. I. S. 245 ff., in Rothe,Danwarks industrielle Forhold, Kjobenhavn 1843, 11. S. 180 ff.; in dem StatAccount of the trade and navigation of Norway, im Jour, of the Statistical So-ciety, London 1846, p. 22; in Thoethe, Norges Statistik, Christiania 1848. S. 104 ff. Für die neueste Zeit liegen amtliche Nachrichten mir nur durch die Docu-mens sur le Commerce exterieur vor, weshalb ich die nachstehenden Werthan-gaben in Franken mache.

Einfuhr von:

Ausfuh

r nach :

1844.

1850.

1844.

1850.

Franken.

Franken.

Franken.

Franken.

1 . Altona.

. . 21,776000

2,095000

Ganz Dänemark

. .( 13,029000

ohne Altona).

23,236749

( 5,309000

ohne Altona).

8,893028

2 . Preussen ....

3,742325

5,987000

4,321194

3. Hansestädte . . .

. . 9,135000

3,973934

680000

1,433826

4. Holland ....

2,295927

5,814000

14,154550

5. Belgien ....

835947

907000

1,051254