Gesetzgebung über die Grenzabgaben.
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Einnahme von den Grenzabgaben und deren Verhältniss zum gesammten Staatseinkommen,zum Flächengehalt, zur Bevölkerung und zu den Kosten der Verwaltung u. s. w.
, Roliertrz
■ g der Grcnzabgaben
Sind Prozente der gesamm-
Verhältniss der
Staaten. auf Thir.
Kourt. umgerechnet
ten Staats-Einnahme.
Landgrösse j Bevölkerun;zur Zolleinnahme wie 1 zu
1. Oesterreich.
16,500000
10,31
1361
0,423
(Die Gewinnungskosten sind Prozente des Roherträge
s 37—38%).
2. Deutscher Zollverein . .
22,250000
18—24
2456
0,674
(Die Gewinnungskosten sind Prozente des Rohertrages 16% [wovon auf die innere
Zollverwaltung 5%1).
3. England .
f55.000000
42,80
27000
5,57
4. Frankreich.
48,800000
11,88
5073
1,37
5. Kussland.
33,500000
11,25
333
0,55
6 . Niederlande.
2,704000
6,66
4029
0,93
7. Belgien.
3,317000
9,87
6177
0,75
8. Dänischer Staat ....
4,260000
22,91
1441
2,30
9. Schweden.
2,589000
16,04
315
0,77
10. Norwegen.
3,080000
63,62
518
2,20
11. Schweiz .......
1,467000
15,73
1950
0,61
12. Portugal.
7,935000
41,24
4505
2,29
13. Spanien.
13,458000
12,91
1508
0,95
14. Sardinien .
13,049000
31,68
9483
2,65
15. Toskana .
2,232000
28,10
5580
0,28
16. Kirchenstaat .
7,109000
44,12
9185
2,46
17. Königr. beider Sizilien .
6,612000
19,61
3241
0,75
18. Griechenland.
711000
16,66
794
0,71
19. Türkei (ohne d. Schntzstaat.)
5,296000
11,76
549
0,50
20. Ver. Staat, v. Nord-Amerika
52,500000
87,50
481
2,10
Aus dieser Tafel, und unter Berücksichtigung der nachfolgenden Zusam-menstellung der Eingangs-Zollsätze, ergeben sich z. B. folgende Thatsachen.t Oesterreich erlangt ungeachtet seiner höheren Zollsätze, nur 10 Prozent| seiner Staatseinnahme durch die Zölle, während der Deutsche Zollverein doppelt
( so viel davon hat; die Bewohner des Letzteren müssen aber auch, weil derSchleichhandel sehr erschwert ist, ohne Berücksichtigung der Ausgangs- undf Durchgangs-Abgaben etwa ein Drittheil mehr zur Zolleinnahme beitragen, als| die Bewohner Oesterreichs. — England hat, im Vergleich mit seiner gesamm-) ten Staatseinnahme, mehr als doppelt so viel von seinen Zöllen als der Deutsche| Zoll-Verein, aber der Beitrag seiner Einwohner dazu ist das Achtfache der Quote1 in dem Zoll-Verein.—Frankreich gewähren seine übertrieben hohen Zölle,obgleich davon auf den Kopf doppelt so viel kommt als in dem Zoll-Verein,; im Verhältniss zu seiner Gesammteinnahme nur etwa zwei Drittheile dessen, was; der Zoll-Verein davon erlangt. — Russland hat zwar zwischen 11 und 12 Przt.; seiner Gesammteinnahme aus den Zöllen, wenn man aber einen Blick auf die■ libermäsig hinauf geschrobenen Tarifsätze dieses Reichs wirft, so kann man, hin-* sichtlich der unbedeutenden Erfolge, ihm nur allenfalls (das frühere) Oester-!: reich und die Türkei nahe setzen. — Dänemark und Schweden obgleich;l die Quote auf jeden Kopf sehr abweichend ist, erlangen durch die Zölle einenl ziemlich gleichen Theil ihres Einkommens, welcher (bei theilweise höheren Sätzen)[• dem Dänischen Staate einen verliältnissmäsig grösseren Beitrag dazu liefert, alsj im Zollvereine. —-Holland ist mehr durch seine Zölle belastet als der DeutscheZoll-Verein, ünd deckt dennoch nur etwa 1 /n seines Staatsbedarfs mittelst derZolleinnahme, während der Deutsche Zoll-Verein etwa B /u desselben damit be-streitet.— Belgien, mit einem fast gleichen Kopfantheile wie der Zollverein,erlangt doch für seine Staatskasse einen verhältnissmäsig nur halb so grossenBeitrag durch die Zölle, als der Zollverein. — Portugal, Sardinien, undder Kirchenstaat decken aus den Zöllen zwischen ein Drittheil und der Hälfteihres Staatsbedarfs; haben aber auch deshalb die höchsten Kopfantheile nächst Eng-land. — Aus diesen Andeutungen schon dürfte erhellen, dass meine beiden vergleichendenZusammenstellungen über die Grenzabgaben, für Schriftsteller der Staats- und Volkswirtschafteine reiche Fundgrube werden können; wenn — das Erkenntniss des „Geistes der Ziflem“,welche die Statistik darbietet, in ihnen rege geworden ist.