Laufende Nummer.
1060
Staats- und Gemeinde-Haushalt.
c. Landheer und Kriegsflotte, nach
Staat
Przt.-Anthan der
Kopfzahl
Bevöl
kerung.
End
summe
Landheer (stehendes) nach Zahl und
1
2
Deutsche Staaten.
(laut besonderer Aufstellung.)
Britisches Reich in Europa.
(Von der Ausgabe für das Landheer erfordern Sold,Löhmn\g u. dg!. 43%, Bekleidung 3,69 %> Verpflegung5,20 %; die obersten Militärbehörden u. der Generalstab3,35 %; der Militär-Gottesdienst 0,J6%; die Militär-Rechtspflege 0,28%; MilitäransUlleit für Unterricht undErziehung 1,28 °/o; Gesundheitspflege 0,24%; Rekruten-koslen 1,19 %> Remonte 0,40%; Truppen-Bev\egung0,57 ü /o; allgemeine militärische Anstalten 15,87%; derRuhestand 21,68 % (mehr als 5000 Offiziere, 4950 Hinter-bliebene von Offizieren ; über 6S000 Mann Unteroffiziereund Gemeine). Die D u rc h s ch n i t ts - A u s ga b e für 1Kopf betragt bei der Reilergarde 451 Thlr., Reiterei derLinie 300, Fussgarde 247, Fussvolk der Linie 200, Fuss-Artillerie 279, reit. Artillerie 384 Thlr.) — Meine Be-rechnungen.
820708
102283
(In Grossbritannien und Ireland undOstindien, stehendes Heer, ausserdemin Grossbritannien und Ireland Miliz91812 Mann; das Heer der Ostindisch.Handelsgesellschaft blieD unberück-sichtigt). Nach dem Brit. Staatsrechtbewilligt das Parlament auch die Mann-schaft. ln Ostindienslehen etwa30000Mann Regierungs-Truppen.
1,13 30,063,07 3,75
Oder in Thaler Kourt,
3
Kaiserstaat Frankreich
358518
(Meine Schrift : Frankreichs Staatshaushalt und Wehrkraft,Darmstadt 1853). Von der Ausgabe für den ordcntl. Dienstkamen auf 1 Kopf des wirk!. Bestandes des Landheeresdurchschnittl. 1829: 944,5, 1817: 991,5, 1852: 877,1,1853: 858,9 Frk.; 1 Gemeiner der Linieninfanlerie kostetim Durchschnitt jährlich 350 Frk.— Die Gesammtzahl derin den Ziehungslisten belindlichen jungen Männer einesJahres ist 304—307000, wovon 36—37%dienstunlaugl.sind; das Jahreskontingent ist SUÜOO, wov. 26000 einbe-rufen w erd.; d. gewöhnl, Abgang durch Tod beträgt fast 2%.
mit 83343 Pfd. nach dem Etat desBudgets für 1854. Etat für 1853:400518 mit S6442 Pfd., wov. 381065mit 71827 das Heer von Frankreichund 69453 mit 14615 Pfd. das Heervon Algier bilden. Prozt.-Antheil desFussvolks 64,60, der Reiterei 17,20,Artillerie 12,20, Genie 2,80.
1,00
13,13
Oder in Thaler Kourt.
4
Kaiserstaat Russland .
Die regelmässige Russ. Armee zerfällt in zwei Haupt-grnppcn: a) die Heerestlieile für grosse answärt. Verwen-dung. b) die Ablheilgn. für besond., innere yd. örtl. Zwecke(z. B. im Kaukasus). Zu a die sogen. Üperat.-Armee be-steht aus dem Gardekorps, dem Grenadierkorps, 6 Infant.-korps u. 3 Reserve-Kavalleriekorps; zus. 368 Bataill., 460Schwadr. u. 996 Stück Geschütze (worunter weder Rekru-ten, noch altersschwache Männer). Im Frieden werdenvon jedem Bataill. Garde 50, von jedem sonst. Bataill. 150Mann beurlaubt und seine wirkliche Stärke an Kom-' batlanten geht dadurch, so wie durch noch nicht ersetztel; Todte, Entlassene, Deserteure u. s. w. auf 720 bis 700|l herab ; während der S oll etat ihrer Kriegs stärke durch-jr schnittl. 1050 u. bei den 8 Schülzenhat. 700 Mann be-
i i trägt. Von jeder (nach dem Kriegsetat 190 Kombattan-
ten zählenden) Schwadron werden im Frieden 10 Mannbeurlaubt und sie sind dann, mit dem sonstigen Ausfall,nur etwa 160 M. slaik. Der wirkliche Stand der heiden Fahnen an w ese n d e n Mannschaft der grossen Ope-rations-Armee wird also zur Friedens zeit mindestens270000 Mann Fussvolk u. 70000 Mann Reiterei gewesensein. Die beiden R e s e r v e Aufgebote dieser Opera-jtionsarmee enthalten einen Solletal von 213000 Mann. 1
Oder in Thaler Kourt.I
790000
und zwar aktives Militär: 640000Mann Fussvolk, 102000Mann Reiterei,13000 M. Artillerie u. s. w. Ausser-dem nicht aktive oder unregel-mässige Truppen 41^000 M. Fussvolk,231000 M. Reiterei, 41000 M. Artill.u. s. w.— Da selbst in den zuverläs-sigsten Schriften (z. B. Deut. Wehr-zeitg. 1850, Nr. 242 und in von Haxt-hausen Studien Bd. III) nur oberfläch-liche Schätzungen der Stärke der ein-zelnen Bestandtheile des Russ. Heeresgefunden werden, habe ich aus mei-nen Sammlung, die nachfolgende Zu-sammenstellung des S o 11 etatsberechnet. — Bei der Revision vonlSöl ist die Gesammtzahl aller inirgend einer Beziehung zum Kriegs-dienst stehenden m ä n n 1. Seelen auf.1,218771 ermittelt.
1,75
28,93
der zu 45 Mi!l.Menschen zu be-rechnenden re-krutirungspflicht.Bevölkerung.Dieseit Anfang 1845Statt gehabtenAushebun-gen bringen aufdenJahresdurch-schn. 8 M. von je1000 männl.See-len. Der Verlust:durch Friedens-Sterbefällesoll im gr.Durch-schuitt 3 % desBestandes sein.
Landheer und Kriegsflotte in Europa.
1061
Bestand und Kosten vergleichend dargestellt.
Staats-Ausg. dafür, berechnet auf Thlr. K.
Staats-Ausgaben
dafür.
Auf 1Kopf d.Bevöl-kerung.
Prozent-
Antheil
an d. End-summe.
Auf 1 Kopf
des Heeres.
Ü.
7.
8.
9.
102,168997
Livre Sterling.
1,41
24,54
124
9,405156
(anstatt der in der Ausgabe-tafel angegeb. 10,341449,weil die Ostindische Han-dels-Gesellsch. 939293 ver-gütet). Die entsprechendenSummen waren:
1822 : 8,886529
1832 : 8,922191
1842 : 8,162594
1847 : 10,488275(Pari. Pap. 1850, Nr. 391).
63,955061
Franken.
2,30
15,36
625,27
308,386000
davon 1853: ordentl. Dienst320,303000 Frkn. (worunterjedoch noch die Kosten derGendarmerie mit 28,930000und der Verwaltung von Al-gier mit 14,013000); Pen-sionen 38,150000 Frk.
Kriegsflotte, nach Bestandteil, u. Stärke,)auch Ausgabe dafür in Thaler Kourt.
Bestandtheile.
Bemannung.
Kopfzahl.
Ausgaben
dafür.
10200
2,979977
Livre Sterling6.235493
48—50000
213 Fahrzeuge.
Klassen der Fahrzeuge :
Kanonen. Bemannung.
1. von 110u. mehr. von950u.mehr.
2. „ 80—110 „ 750—950
3. n 70— 80 ■ „ 620—750
4. „ 50— 70 „ 450—620
5. 30— 50 „ 300—150
6. Alle geringeren Fahrzeuge.
Davon Tonnengehajt:
im Dienst, ausser Dienst,(inCommission). ( inQrdinary ).Dienstfähige Segelschiffe . 296 78407 250613
Dampfboote. 157 58643 58507
Hafenschilfe (nicht seefähig) 132 29294 94828
Zusammen
585 166344
403948
1853 zum Grunde ge-
570292 mit 17000 Kaminen.
42,401351
27000
und Marine-Truppen15500, wovon eingrosserTheil in denKolonien. JährlicherErsatz 7—8000 M.
Franken.
116,476000In früheren Jahrenf. d. ordentl. Dienst(nach Ausscheidg.d.Kolonial-Ausgab.und Heranziehungder Invalidenkasse)1829: 73/718000F.1847:115,483000 „1852: 98,796000 „1853: 98,796000 „
gatt., 8 Korvetten, 10 Briggs, 10 leichte u. 19 Transportschiffe), 66 Dampfschiffe (1 zu90 Kanonen, 9 Fregatten, 16 Korvetten, 4ÜAviso’s) u. 5 gemischte Schiffe (3 Linien-schiffe, 1 Fregatte, 1 Aviso). Dazu kommen feiner 38 für den Hafendienst bestimmteSchiffe, näml. 18 Segelschiffe (7 Linienschiffe, 9 Freg., 2 Korv.), u. 19 Dampfer (9 Freg., 6 Korv., 4 Aviso’s u. eine gemischteKorv.; 159 Schiffe (also fast die Hälfte) sind entwaffnet, wovon 126 Segel-, 31 Dampf- u. 2 gemischte (d. h. für Dampf- u.Segelkraft eingerichtete) Fahrzeuge. Der Gesammtwerth der Körper dieser 327 Schiffe ist 123,218000 Frk.; die bewaffneten
82,236267
2,29 19,75
229,40
Rubel Silber.
70,895000
- -
—
Die Russ. Flottebesteht aus 5 Divis. ;
von den. die 1„ 2. u. 3. (die blaue, weisse u. rothe früher genannt) im Baltische»;die 4. u. 5. im Schwarzen Meere aufgestellt sind. Eine kleine Ablheilung befindetsich im Kaspischen Meere; einige Fahrzeuge ferner haben feste Stationen imAralsee und an der Nord-Ost-Küste von Asien. — Kronstadt ist der Hafen für die1. u. 2.; Reval für die 3.; Sewastopol in der Krimm für die 4. u. 5. Divisoo ; Astrachanaber für die wenigen Fahrzeuge im Kaspischen Meere. In Archangelsk befindet sichkein Theil der Flotte, sondern nur eine Schiffswerft, aus der alle drei od. vier Jahreein Schiff hervorgellt. — Jede Division zerfällt in 3 Brigaden, und jede Brigadehat wiederum 3 Equipagen, deren jede reglementsgemäs 1 Linienschiff, aus ioderauch 2 Fregatten, aus 1, bisweilen aus mehren Briggs, und aus verschiedenenandern kleinen Fahrzeugen bestehen soll; höchst selten aber vollzählig ist. Fregattenund Briggs sind namentlich im Schwarzen Meere (wo auf 18 Linienschiffe nur12 Fregatten, 2 Korvetten und 8 Briggs kommen) nicht hinlänglich vorhanden.Der Normaletat jener 15 Brigaden oder 45 Equipagen wäre milhin etwa: 45Linienschiffe, 60 Fregatten, 50 Briggs und 90 kleinere Fahrzeuge. — Die 1., 2. u. 3.Division führt auch den Namen der Flotte des Baltischen ; die 4. und 5. die desSchwarzen Meeres. Jede Flotte besitzt ihren besond. Stab, der sich für die erstein Kronstadt, für die zweite in Nikolajew befindet, u. ausserd. hat jede ihr besond.Korps der Steuermänner und der Marine-Ingenieure. Eine KompagnieSeesoldaten soll aus 250 Mann bestehen, u. 4 Komp, bilden d. Bewaffnung einerEquipage j die Zahl von 1000 M. ist aber nur sehr selten vorhanden. Im Drchsn. darfman nicht mehr als 800 M. annehmen. (Die Fortsetzung siehe S. 1072.)
76,424810 I 1,26 18,35 I 89,74 "
50600
Mann etatmäsig;inWirklichk. 1851nur etwa 42000 M.Ausserd. die Last-Equipagen etwa12000 Mann; dieArbeiter-Equipa-gen etwa 18000
31,060267
Rub. Silber.26,500000Davon kommt fastdie Hälfte auf denUnterhalt der bei-den im Dienst be-findlichen Flottendes baltisch, undschwarzen MeeresDas Uebrige be-dürfen die Schee-rentlotte. d.Schiffeauf d. Kaspischen,Asowschen,Weis-sen, Ochotzkisch.Meeren; dann diem. d. Kriegsmarineverbundenen An-stalten z. Neubauu. Unterhalt; zumUnterricht} z. Ha-fen- und Kiisten-vertheidigung; dieoberste Leitungu. s. w.
28,567000