LXXVI
Texte benutzt haben, vorgefundnen watschen Namen latini-sirte, französirte, oder sonst mit Willkür umwandelte: ein-mal, da das wälsche Volk überhaupt von den anglononnan-nischen Fürsten und Adligen als ein barbarisches angesehn,seine Sprache gar nicht von ihnen verstanden, und es imhohen Grade von ihnen verachtet ward, waren die schwieri-gen, der französischen Zunge wohl meist unaussprechlichenwälschen Namen, nicht geeignet dem Werke selbst er-wünschte Empfänglichkeit und günstige Aufnahme zu er-wecken; sodann aber, weil es ihm dadurch in meister-hafter Weise geglückt ist, die vorhandnen Fragmente wäl-scher Dichtung und Sage, aus denen sein Werk zusammen-gebaut ist, den Wälschunkundigen zu verhüllen, selbst Wal-thers Buch dadurch den etwanigen Nachspürern ausser Sichtzu bringen, und sein Werk als ein ganz neues auf bisherunbekannten Quellen beruhendes geltend zu machen, indemseine Glaubwürdigkeit durch die aus lateinischen bekann-ten Quellen wörtlich abgcschriebnen Stellen der Historikersoviel Autorität gewann, um auch Glauben für die aus derwälschen Dichtung und Sage entnommenen Stücke zu begrün-den, ohne dass deren eigentliche Beschaffenheit von einemLeser ausserhalb Wales so leicht entdeckt werden konnte.*)Bei unsrer Uebersetzung von Roberts englischer Ue-bertragung des Brut sind die Buch- und Ivapitelbezeich-nungen von Gottfrieds llistoria am Rande in Klammernbeigefügt. — Roberts Orthographie weicht in den Namennicht selten vom wälschen Text der Myvyrian Archaiologyab; da er verschiedne Mss. benutzt hat, so glaubten wirdarin nichts ändern zu dürfen; wogegen die Lesearten derMyv. Arch. in die Noten bei den betreffenden Namen auf-genommen sind.
*) Stephens, in seiner vortrefflichen Literature of theKymry, Llandovery, 1849, S. 322 fasst sein Urtheil über Gottfrieddahin zusammen: „that Geoffrey was Iess a translator, tlian originalauthor, that the ecclesiastical and scholastic flourishes are liis own, thata great part of the work was derived from Kymric sources, and that inthe wars of Arthur and tlie concluding portions, he has borrowed from Ar-inorican traditions, or probably translated some Breton Manuscript.“