Optische Betrachtungen.
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IJlau zeigen. Diese Folgerung kann als eine nothwendigeangesehen werden; denn Wenn zum Beispiel von tausendauffallenden Lichtstrahlen achthundert lingeandert durch dieAtmosphäre hindurch gehen, hundert gänzlich zuriiekgc-worfen werden, und von den übrigen hundert nur das Blauzurückgeworfen wird, so müssen die sämmtlicheu durchge-henden Strahlen als etwas mehr insllothc Dillcnd erscheinen,weil sieh mit den achthundert weiften Strahlen hundertmischen, die allein genommen den Eindruck eines reinenOrange auf das Auge machen würden.
Da die blaue» und violetten Strahlen die am meistenbrechbaren sind, so kann man auch sagen, dafs die am mei-sten brechbaren Strahlen in grüfserm Maal'se von der Atmo-sphäre zurückgeworfen, die minder brechbaren iu grölsermMaafse dnrcligelasscu werden.
Die ganz reine, von Dünsten freie Luft wirft verhält-nifsmässig weniger weifscs Licht zurück, und daher ist beirecht reiner Luft und auf hohen Bergen die Luft dunkel-blau , obgleich gewifs nie die von da zu uns gelangendenLichtstrahlen ohne alle Beimischung weiften Lichtes sind.Die wässerigen Dünste dagegen werfen die Lichtstrahlen im-zerlegt zurück und wir sehen daher den Himmel weifslich,wenn die Luft mit Dünsten erfüllt ist, und dieses ist gegenden Horizont hin vorzüglich der Fall, weil unsre Gc.sichtslinie da so weithin durch Dünste geht, dafs die vonihnen zurückgeworfenen Lichtstrahlen uns das Blau, wel-ches die' höheren Luftschichten zurückwerfen, fast ganzentziehen.
Aus diesen Betrachtungen läfst sich nicht nur übersehen,dafs das Abendroth als mit den von der Atmosphäre durch-gelassenen Strahlen übereinstimmend anzusehen ist, sondernauch, dafs das dunklere oder wcifslichere Blau des Himmelsuns schon Voraussagen kann, oh wir eine recht tief l'othe,oder nur eine gelbe oder weiftliche Abendröfbc zu erwartenhaben. Ist nämlich die Luft bis zu der Wulkenregion hin-auf mit vielen Dünsten erfüllt, so dafs der Himmel am Tagt»matt blau und weifslich erscheint, so kann auch die Abend-rötbe nicht schön seyn. Es ereignet sich nämlich dann bei-nahe das, was völlig eintreten würde, wenn die Atmosphäre