Optische Betx’aclitungen.
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achtungen nicht angchen. Da der Himmel zu solcher Zeitnicht hlau, sondern fast weifs erscheint, so scheint hierein EinwUrf gegen die ohen gegebne Erklärung statt zulinden, über welche genauere Beobachtungen eine Entschei-dung geben müssen.
Bei dieser Erklärung liegt offenbar die NewtonscheAnsicht von den aus weifsem Lichte hervorgehenden Farben-strahlen zum Grunde; ich will jetzt andre Ansichten erwäh-nen, die mir keine so genügende Erklärung zu gewährenscheinen. Nach von Goethe läfst sich das Blau des Him-mels sehr gut erklären, aber nicht die Erscheinung derAbendröthe. Sagt man nämlich mit von Göthe , Blau er-scheine da, wo das Dunkel durch ein trübes Mittel gesehenwird, und Roth erscheine da, wo Licht durch ein trübesMittel gesehen wird, so erhellt leicht, dafs die an siehdunkle Tiefe des Himmels blan, und dafs die untergehendeSonne roth erscheinen mufs. Aber im Abcndroth zeigt sichuns selbst der wolkenlose Himmel roth; da wir nun hierdoch nicht in ein Empyreum hincinblicken, sondern aucham Horizonte nichts anders als ein durch trübe Mittel gese-henes Dunkel vorhanden ist, so weifs ich nicht, wie mandiese Erscheinung erklären soll, wenn man jener Haupt-Ansicht treu bleiben will, dafs das Dunkel durch ein trübesMittel gesehen , blau erscheine.
Noch einer andern Untersuchung über das Blan desHimmels mufs ich hier gedenken, um mich zu entschuldigen,warum ich im Vorigen nicht auf sie Rücksicht genommen habe.Mcncke nämlich glaubt 1 , durch einige sehr überzeugendscheinende Versuche dargethan zu haben, dafs das Blau desHimmels nur eine subjcctive Farbe sey, womit dann freilichalles vorhin Gesagte ganz unstatthaft würde. Der leichtauzustellende und ganz richtige Versuch, der Muncke zudiesem Schlüsse vcranlafste, ist folgender: Man nehme eininwendig geschwärztes Rohr, und sehe mit dem einen Augedurch dieses Rohr, und zugleich mit dem andern Auge freiden blauen Himmel an: so bemerkt mail, dafs für das mitdem Rohr bewaffnete Auge dio blaue Farbe des Himmels
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