Theorie,
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schluckt, ilio Temperatur sev, wclclio sie wolle. Mit derTemperaturerhöhung wird die Elasticität des Gases ver-mehrt; ist dieses auf eine solche Art eingcschlossen, dafs essich ausdehnen, und seine Elasticität mit dein Luftdruck insGleichgewicht setzen kann ; so wird die tropfbare Flüssigkeitvon dem durch Wärme ausgedehnten Gase soviel Mafse ver-schlucken, wie zuvor vom kalten; ist aber das Gas, wel-ches man erhitzt, durch genaues Einschliefsen in ein Gefäfsan aller Ausdehnung gehindert, so werden auch von diesemdicht gebliebenen Gase gleich viel Mafse und zugleich das-selbe Gewicht verschluckt, wie vom kalten Gase.
Ein anderes ist cs, wenn man die Temperatur einertropfbaren Flüssigkeit, z. B. des Wassers, welche mit einemGase verbunden ist, bis zu ihrem Siedepunkte erhöht. Hiertreibt der gebildete Wasserdampf von der Oberfläche desWassers den Theildes Gases weg, welcher nicht verschlucktwurde, und dessen Druck auf den verschluckten Theil die-sen im Wasser zurückhielt. Da nun nach Daltons Theorie 1sich blofs die Kügelchen einer und derselben elastischenFlüssigkeit zurückstofscn, aber verschiedenartige elastischeFlüssigkeiten sich gegen einander fast wie leere Räume ver-halten; so ist durch die Bildung des Wasserdampfes unge-fähr dasselbe bewirkt, wie durch die Luftpumpe, nämlichdas äufsere Gas entfernt, und das im Wasser enthaltene Gasentwickelt sich jetzt vermöge seiner Elasticität, um sichgleichförmig sowohl in Wasser, als im Wasserdampf zu ver-breiten ; indem nun letzterer bei fortgesetztem Kochen nebstdem ausgetretenen Gase immer fortgeführt wird, so erneuertsich die Entwickelung des noch im Wasser enthaltenen Ga-ses, bis nur noch eine Spur davon zurückgeblieben ist.
Gleich dem Wasserdampfc wirkt nach Dalton auch jedeandere fremdartige elastische Flüssigkeit. Mit kolilensaurcmGas gesättigtes Wasser, mit Sauerstoflgas in Berührung ge-bracht, entwickelt, wie im luftleeren Raume, so langekohlensaures Gas, bis dieses in und aufser dem Wasser die-selbe Ausdehnung besitzt; zugleich drückt sich vom Sauer-stofigas soviel in das Wasser hinein, dafs die Dichtigkeit des
1 S. Gas,