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1 lü Absorption der elastischen Flüssigkeiten
b. Absorption der Dämpfe durch nicht koli-lige Körper.
Wenn starre Körper nach obigem fähig sind, Gase zuverdichten, so dürfen wir erwarten, dafs sie diese Wirkungnoch in höherem Grade auf die Dampfe ausüben, da dieseviel geneigter sind, ihren elastisch flüssigen Zustand einzu-büfsen ; und so verhält es sich wirklich.
Jeder starre Körper scheint aus der atmosphärischenLuft etwas Wasserdampf anzuziehen, und sich mit einer un-hcpierklichcn Lage von Wasser zu bedecken, selbst wenndie Luft nicht mit Wasserdampf überladen ist. Die Mengedes absorbirten Wassers ist verschieden, je nach dem Zu-stande und der Natur der starren Körper, und je nach derSättigung der Luft mit Dampf. Je gröfser die Oberflächeeines und desselben Körpers ist, desto mehr absorbirt er
Alaunerde und vielen andern Körpern nur schwache Absorptionen,v. Saussüre (G. I. 6o5.) fand, dafs 4 Unzen Alaunerdehydrat durch Am—mouiftk aus Alaunauflösung^ gefällt und mit Wasser befeuchtet, in 4Monaten aus der Luft nichts absoibiren, aufser, "wenn kochendes Was-ser genommen wird, welches sich mit Luft sättigt; eben so verhielt sichkohlensaurer Kalk und Kieselerde. Auch erklärte Bertiiollet (G. Ylf.85.) dafs die Hiunboldtschen Versuche weder ihm, noch Champy, nochChaptol noch Fabro.ni gelungen seycu, und so überzeugte sich auchHöckmann (G. VII. dafs gewölmliclie TLonarteu, wie sie ge-
graben werden, feucht mit Luft zusammengebracht. entweder gar keinßauerstofl'gas verschlucken oder höchst wenig. Somit scheint die Sache«ls gniudlos abgelhan. Neuerdings behauptet Ruhland (Schweig.XVIII.5o.) das Pulver vou Kochsalz, Glaubersalz, Thon, Eisenoxyd, Alaun-erde, Kalk, Bittererde, Kreide, Aetzkali (?), salzsauren Kalk (?), meh-rere Monate laug der Luft ausgeselzt, dann in einer irdenen Betörtestark geglüht, entwickele gegeu das Ende blos Stickgas; sammle maudaher die zuletzt übergehende Luft auf, und befreie sie durch Kalkmilchvon Kohlcusaure, so zeige sie 84 bis 98 Procent Stickgasgehalt. Glas-und Porcellanretorten sollen dasselbe Kesuliat liefern. Da Ruhland je-doch gerade zu seinen genauem Versuchen irdene Retorten auwandte,und aus dev erhaltenen Luft kohlensaures Gas zu scheiden hatte, so hater olFenhar die durch die Poren der Retorte aus dem Ofen dnrehgedrun-gene Luft untersucht. Die genannten Körper sollen dann beim Erkaltender Retorte auch noch Sauerstoffs anfnehmeii, so dafs die hineinge-lasscne Luft verschlechtert wird, allein auch diese Behauptung bedarfeiner strengen Prüfung,