Abweichung der Magnetnadel.
143
also aus den obigen Elementen den Stand der Magnetpunctefiir IG00, so erhalten wir
für A.
für B.
für a.
für b.
Breite.
18° 1 3' S.
17° 27'N.
14° 30' S.
2 0 1 3 N.
Länge.
119 48 O.
135 14 W.
£
CO
48 3 O.
Der Punct A befand sich demnach im Meridian von VanDiemens - Land in 7 2 0 südlicher Breite. B ein paar Gradenördlich von der Mündung des Mackenzie - Flusses; a um2 0 Grade südlich vom Cap Horn; und b beinahe im Nor-den von Spitzbergen und nur zwey Grade vom Nordpol ab-stehend. Mithin waren die stärkern Pole A und B in derSiidsce , die schwachem a und b im Atlantischen Mccrovorherschend. Da wir nach den Gesetzen der magnetischenAnziehung (wie oben beim Artikel: Ablenkung gezeigt wor-den,) der Südhalfte der Erdkugel Nordpolarität, der nörd-lichen Südpolarität zuschreihen müssen, so zog jeder der bei-den Puncte, A und a, das Siidende der Nadel zu sich hin,und so erhielt die Nadel zwischen Afrika und Neuholland eine nordwestliche, zwischen Afrika und Amerika eine nord-östliche Richtung Beim Vorgebirge der guten IIolTnungstand die Nadel zwischen beiden sollicitirenden Kräften imGleichgewicht, und war ohne Abweichung. Senkrecht überden Puncten A und a , im Norden von Neuholland traf dioRichtung der magnetischen Anziehung mit dem Meridian zu-sammen, mithin entstand daselbst -wieder eine Linie derNichtabweichung. Das Nämliche fand beim Magnetpunct a,im Westen von Südamerika statt.
Auf der Nordhälfte der Erde konnte der nahe am Erdpoletwas östlich liegende Magnetpunct b nur eine höchst geringeöstliche Afcveichung bewirken; die Wirkung des südlichenPols a wurde also durch den stärkern und gleichsam aufder Flanke angreifenden Punct B von Norden her beschränkt.So entstand jene Annäherung und Vereinigung der Linienohne Abweichung im nördlichen atlantischen Ocean, diespäter mit der Fortrückung der Pole wieder verschwand.
In der Südsee verursachten die Pole A und B eine ent-schiedene östliche Abweichung, welcher der Pol a nur ge-