flüssiger und fester Körper. 183
an festen Körpern, sondern mindestens zum Thcil auch dieCohäsion 1 2 * 4 der Bestandteile der Flüssigkeiten unter einandergemessen sey, weil oflenbar diese letzteren um so inehr voneinander gerissen waren, als die Platte vollkommener benetztgetrennt worden sey. Besile* stellte absichtlich deswegeneine Reihe von Versuchen an, indem er Glasröhren an ei-ner Waage aufhing, einen Tlieil der zu untersuchendenFlüssigkeit durch den Luftdruck in denselben hängend er-hielt, sie dann mit der Oberfläche der Flüssigkeit in Berüh-rung brachte, und das zumLosreifsen erforderliche Gewichtbestimmte. Die Sache bietet aus diesem Gesichtspuncte be-trachtet einen für sich bestehenden Gegenstand der Unter-suchung dar und verdienen die genannten Versuche aller-dings wiederholt zu werden, um so mehr, als die gewöhn-lichen, mit Adhäsionsplattcn, keine andere, als gemischteResultate geben können. Es miifste dabei aber auf die Tempe-ratur Rücksicht genommen werden, und liefse sich dann derUnterschied der zum Losreifsen nöthigen Kraft und der weitgeringeren, zum Fortgleiten der Flüssigkeiten übereinandererforderlichen, durch Vergleichung auffinden.
Mit Rücksicht auf die von Guyton, du Tour und Acliardangestellten Versuche wiederholte Ruiix. and 5 dieselben aber-mals , und beachtete dabei zugleich den Einflufs der Erwär-mung der adhärirenden Körper sowohl unmittelbar als nachwiedererfolgter Abkühlung; des Reibens und der chemischenEinwirkung. Sie begründen indefs kein allgemeines Gesetz,und können hier nicht vollständig mitgctlicilt werden. Schwer-lich wird anch das schon frühe durch Hamberger 4 aufge-stellte Gesetz, wonach die Stärke der Adhäsion im zusam-mengesetzten Verhältnisse der spec. Gewichte der Flüssig-keiten und der festen Körper stehen soll, durch die Erfah-rung bestätigt werden.