Band 
Erster Band. A und B.
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Adhäsion

statt, wie denn auch nicht minder zwischen den Gasartenund Dampfen unter einander. Indem aber dieser, eineMenge interessante Phänomene begreifende Gegenstand schonerschöpfend vorgetragen ist 1 2 , so wird es genügen, hier nureinige, mehr mechanische Wirkungen dieser Adhäsion nam-haft zu machen. Aus dieser ist es unter andern erklärlich,dafs die Capillardcprcssion und die hieraus folgende Con-vexität des Quecksilbers in der torricellischcn llöhrc durchAnwesenheit von Luft gröfscr wird, und dafs I.uftbläseheuunter Flüssigkeiten sich an die Wando der Gefäfse und auhineingetauehte Körper anlegen. Wenn man z. 11. verdünn-te Schwefelsäure vermittelst eines Trichters vorsichtig untereine Auflösung gemeiner Pottacchc in Wasser bringt; sosteigen eine Menge Luftblasen in die Höhe, welche sich anhincingetauchtes Papier oder ein Hölzchen in grofscr Mengeansetzen, Bringt man ein Stück trocknes Holz im Wasser,unter die Campanc der Luftpumpe, und exantlirt, so wer-den sowohl aus dem Holze als dem Wasser eine Menge Luft-blasen entwickelt, welche dem Holze adhäriren und das spee.Gew. desselben, meistens auch seinen Schwcrpunct, verän-dern. Ohngcachtct des geringen spee. Gewichtes derselbenwerden diese Luftbläschen, welche bei einer hundertfachenVerdünnung gegen 800 0 Onial leichter als das Wasser sind,dennoch durch die Stärke der Adhäsion an dem Holze oderauch an den Glaswänden zuriiekgchaltcn. Kach Pauhot 1beträgt ohne Rücksicht auf die Luftverdünnung, die Kraft,womit ein Luftbläschcn von 1 Lin. Durchmesser im Wassernufsteigt, etwa 0,1 Gran, und ihre Adhäsionsfläche etwaTtröTnr 2., mithin die Stärke der Adhäsion der Luft für ei-nen Qnadratzoll 1800 Cr. Verbindet sich Luft mit Was-ser, oder werden überhaupt cxpansibcle Flüssigkeiten vontropfbaren absorbirt; so bemerkt man bei vielen keine Ver-mehrung des Volumens. Man kann sich vorstellcn, dafs diegasförmigen Substanzen hierdurch den Zustand der Expansionverlieren , indem sic an die tropfbaren Flüssigkeiten gebun-den werden, und dann müfsten sie durch die Kraft der Ad-

1 S. Absorption.

2 Theor. Phys. I. y3.