Band 
Erster Band. A und B.
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A e r o s t a t.

in gröfserer Höhe zu vermeiden, obgleich er aus Rücksichthierauf nur zu etwa 0,7 5 seines Inhalts gefüllt wird. I)crBallon ist unten mit einem oder zwei Scldäuclieii versehen,durch welche er gefüllt wird. Meistens nimmt man zurFüllung das durch Schwefelsäure und Eisenfeil entbunden«Wasserstoflgas, welches in mehreren Fässern der grofsenerforderlichen Menge wegen bereitet wird. Man rechnetmeistens auf einen Cub. F. Gas im Mittel 4 Unzen Eisenfeil,f, Unzen Vitriolöl und 1 8 Unzen Wasser 1 ; oder 4,5 Unz.Eisen, ebensoviel Vitriolöl, und 22,5 Unz. Wasser; oder0 Unzen Zink, ebensoviel Vitriolöl und 30 Unzen Wasser,nimmt vom Eisen lieber gröfsere Stücke, als Feile, weilletztere leicht zusammenballet und zu grofse Hitze entwic-kelt, zieht aher den Zink vor, um den erhaltenen Vitriolbesser zu benutzen. 2 . Das auf solche Weise bereitete Gasist in der Regel I- vom Gewichte der atmosphärischen Luftschwer, kann aber durch Vorsicht, und wenn man dasselbezur Abkühlung und Reinigung von Kohlensäure vorher durchKalkwasser streichen lafst, wohl bis 0,1 dieses Gewichtesgebracht werden.

Die Oasbcrcitung znm Füllen der Ballons hält gewöhn-lich sehr lange auf, und daher stiegen in der Regel die Ae-ronauten später auf, als sie versprochen hatten; aber da dieBallons nicht völlig luftdicht sind, so kann die Bereitungnicht längere Zeit vorher angefangcu werden, weil mansonst einen grofsen metallenen Gasometer anwenden miifste,um das Gas rein aufzubcwahrcii, und hinlänglich abzukiih-len, ein für das bessere Gelingen der Versuche übrigenssehr zwcckmäfsiges Mittel. Eine grofse Fertigkeit in derBereitung des Gases und in der Füllung der Ballons hesafsLukA iwi. Dieser bewerkstelligte dieselbe zweimal, zuEdinburg und Glasgow , mit 2 000 l’fd. Eisenreste von Ka-nonen, eben so viel Vitriolöl und 12000 Pfd. Wasser inzwei grofsen Gefäfsen, worin er das Eisen auf Stroh schich-tete , um die Beriihrungspuncte zu vermehren, und becu-

i G. XVI. ao4.

a Ree* Cjclop. art. Aorostatiod.