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Aerostatik.
lag znsammci]gedruckt werden können, aufserdem in ihrenZwischenräumen mit gleich dichter Luft erfüllt sind, undin dein Luftmeere gleichsam schwimmen. Wenn dieserDruck dagegen nur einseitig statt findet, sey es nun, dafsder Gegendruck gegen Gefäfse mit eingcschlossener Luft vonder Dichtigkeit der atmosphärischen Luft aufgehoben, oder dieLuft aus den Gefäfscn weggenommen wird, so zeigt sich dieWirkung desselben augenblicklich. Hieraus erklärt sich dasAnschwcllen einer Blase unter einer exantlirten Campane,welche dann selbst schwere Gewichte zu heben vermag. Dorhierzu geeignete Apparat besteht aus einer hölzernen Büchseaa, mit einem hohlen und locker in demselben beweglichenIhg-Dockel aa, in welchem die halb aufgeblasene Thierblase ß45 . liegt. Im Deckel ist ein Stift d befestigt, auf welchen dieBleischeibcn cc, cc, cc.... gesteckt sind, und durch ihrCcwicht den Deckel liiederdrückcn. Stürzt man über die-sen Apparat auf den Teller der Luftpumpe eine Campane,und exantlirt, so dehnt sich die Blase aus, und hebt denDeckel zusamt den Gewichten in die Höhe. Der Luftdruckzeigt sich ferner durch das Zersprengen einer Glasscheibe,welche man auf einen metallenen oder gläsernen Ring legt,oder einer Thierblase, welche man über denselben bindet,vorausgesetzt, dafs beide nicht zu stark sind, um den ein-fachen Druck der Atmosphäre auszuhaltcn, wenn man dieLuft aus dem Ringe wegnimmt; am genauesten aber durchdie seit Otto von Gueiiicke , dem berühmten Erfinder derLuftpumpe, so bekannt gewordenen magdeburgiscJien Halb-kugeln, wodurch derselbe schon 1654 in Regensburg in Ge-genwart des Kaisers Ferdinand des Dritten und der versam-melten Grofsen des Reichs die Aufmerksamkeit auf sein ebenerfundenes Werkzeug rege machte. Seine Halbkugeln, nachder Art gemacht, wie man dieselben noch jetzt in allen Ca-binetten findet, waren von Kupfer, und wurden durch einFig.zwiseliengelegtes, mit Wachs und Terpentinöl getränktes4 6. Leder zu einer ganzen Kugel vereinigt \ Nachdem dann
1 Stalt ein solches Leder anzuwenden, pflegt man jetzt die Han-tier aa; a'a ; auf einander zu schleifen, und mit etwas Pomade zu ver-einigen.
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