Band 
Erster Band. A und B.
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Anziehung. 323

dem Anschein nach ausgctriehcn wird*, derjenigen Anzie-hungskraft aller durchsichtigen Körper gegen das Licht nichtzu gedenken, wodurch die Brechung desselben nach derAnsicht der meisten Physiker hervorgebracht wird.

Indem somit die Erscheinungen der Attraction ganz all-gemein sind, diejenige eigenthiiinliche Modification dersel-ben aber, welche wir Gravitation nennen, unserm gan-zen Sonnensysteme erweislich , vielleicht auch dem ganzenendlosen Weltsysteme zugeschricben werden mufs; so ist eseine Frage von höchster Wichtigkeit, welches denn ilioeigentliche L'rsuche aller dieser Erscheinungen sey. Dieseschwierige Frage läfst sicli auf verschiedene Weise lösen;einmal wenn man annimmt, dafs diese Attraction oder all-gemeine Anziehung der Materie, als solcher, wesentlich undnothwendig zukommc, und dafs die letztere ohne die cr-stere überhaupt nicht seyn, nicht existiren könne, wie zu-erst Kant 1 2 mit Bestimmtheit behauptet hat, indem er dieFliehkraft eine durch den leeren Raum ins Unendliche wir-kende, durchdringende, in. ihrem Wesen nicht weiter zu er-gründende, folglich eine Grundkraft nennt, wo durch dieExistenz der Materie bedingt wird; oder aber wenn mandiese Anziehung zwar nicht im Wesen der Materie an sichnothwendig gegründet, jedoch aller uns bekannten Materieals besonders hinzukommende Kraft eigen, mithin zwar andieselbe gebunden, aber für sich vorstellbar ansieht; oderendlich, wenn man über den ersten Ursprung und das ei-gentliche Wesen der Attraction gar nicht entscheidet, son-dern blofs die Erscheinungen, welche aus ihr folgen, unterallgemeine Gesetze ordnet, wie Newton gethan hat.

Sobald diese eben so wichtigen als schwierigen Fragenzur näheren Untersuchung kommen, mufs zugleich nocheine andere mit eingeschlossen W’erden, nämlich ob alle diegenannten verschiedenen Erscheinungen der Anziehung

1 Pallas in Mein, de Petcrsb. I783, Grotlliufs bei Schwcigg. XIVund XV. Seherer Nord. Beitr. I. i3. Vergl. Ilelvig bei G. LI, 112. Johnbei G. LV. 453 11. a. in.

2 Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft it. s. w. Einenähere Prüfung dieser Theorie befindet sich im Artikel: UTaterie .

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