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Astronomie.
wegung der Erde erklärt, so würden ihre Ansichten gewifsnicht so ganz unberiicksichtigct von ihren, unstreitig rechttief forschenden Nachfolgern, namentlich auch von Ptole-maeus, geblieben seyn. Aber wenn man, wie aus Aristo-teles de coelo lib. II. cap. i 3 . in Beziehung auf die Pytlia-goräer zu ersehen ist, darin, dafs die Erde sich um dasFeuer bewege, die Ursache des Wechsels von Tag undNacht finden will, wenn man mit dieser Meinung die An-nahme einer Gegenerde verband u. s. w.; so nmfVte freilichselbst ein einsichtsvoller Mann das Wahre unter dem Gewebegehaltloser Hypothesen aus den Augen verlieren. Ari-starcii scheint freilich nachher bestimmter über die Bewe-gung der Erde gesprochen zu haben; aber dafs er die Er-scheinungen der Planeten aus der Bewegung der Erde er-klärt und den eigentlichen Vorzug seiner Hypothese vor denübrigen gezeigt habe, ist wenigstens nicht bekannt. AuchCopernicüs Belehrung fand iudefs nicht sogleich allgemeinenEingang, sondern während Riiaeticüs u. a. seine Meinungvertheidigten, setzten selbst grofse Mathematiker und Astro-nomen dieser Meinung Gründe entgegen, unter Jenen un-streitig der, dafs man keine Parallaxe der Fixstcrjie be-merke, die doch vermöge der jährlichen Bewegung der Erdestatt finden müsse, einer der stärksten war. Tvcuo (geh.1546 , gest. 1 GOl) gehörte zu diesen Gegnern; aber er er-warb sich durch seine mit grofscin Fleifse, und mit eineralles frühere iibertreflenden Genauigkeit angestellten , zahl-reichen Beobachtungen, durch die darauf und auf ältereBeobachtungen gegründeten Bemühungen, die Abmessungender Bahnen der Himmelskörper genauer kennen zu lernen,einen verdienten Ruhm. Seinen Beobachtungen verdanktecs Kepcer (geb. 1571, gest. 163l), dafs er die grofsenEntdeckungen über die Gesetze des Laufes der Himmelskör-per, wozu sein seltner Scharfsinn ihm den Weg zeigte,vollenden konnte, indem die Genauigkeit der TychonisclienBeobachtungen nicht mehr erlaubte, die bis dahin für unbe-deutend gehaltehen Abweichungen der vorausberechnetenOrte von den wahren, unberücksichtigt zu lassen. Kepler fand die wahren Bahnen der Planeten und die Hauptgesetze,nach welchen sie in diesen Bahnen fortgehen. Um eben