430
Athmen der Fische.
Haume und in verdorbener Luft, sterben aber unter Oel inweniger als 1 Stunde. Blofs unter lufthaltendem Wasserhalten sie cs einige Zeit ans und sterben erst in 7 bis 8 Stun-den, während sie in ausgekochtem vor der Luft verwahrtemWasser in -J-Stunde sterben. — Froschlarven bedürfen nichtdes Athmens ir, der Luft, sondern nur des Athmens in luft-haltigem Wasser, während sie in luftfreiem Wasser in we-nigen Sccunden sterbon.
Atlimen der Fische.
Die Fische sterben in ausgekochtem, vor Luftzutrittverwahrtem Wasser in 5 Minuten, desgl. bald in kleinenWassermengen , die nicht rasch genug Luft aufnehmen kön-nen; sic bedürfen jedoch nicht des Schnappens nach Luft,wenn das Wasser hinlänglich Luft hält, nach DÜverney,PnrETsiEY, Spaeeanzani, Carrabori v. Humboedt undPnovENf ae. Sie verzehren nach den beideu letzteren Na-turforschern viel weniger Sauerstoff als gleich grofse warm-blütige Thiere; auch ist ihre Temperatur nicht merklichverschieden von der des umgebenden Mediums. Wenn dieFische 100 Mafs Sauerstoffgas absorbiren, so absorbironsie zugleich 19 bis 87 Mafs Stickgas, und erzeugen 2 0 bis8 9 Mafs kohlensaures Gas; also nehmen sie viel Sauerstoffund Stickstoff auf. Sie vermögen selbst mit 1000 MafsStickgas gemengtes Sauerstoftgas abzuscheiden. Beim Ath-men in der freien Luft absorbiren die Fische nicht mehr undnicht weniger Sauerstoffgas, als beim Athmen in lufthalti-gem Wasser. — Die Fische, namentlich die Schleiheu, ab-sorbiren nicht blofs mit den Kiemen, sondern mit der gan-zen Oberfläche ihres Körpers Sauerstoffgas, kohlens. Gas er-zeugend, wenn sie sich mit dem Körper in lufthaltigem Was-ser befinden, aber nicht, wenn ihr Körper mit der freienLuft in Berührung steht. Aus "Wasser, welches mit Sauer-stoffgas und Wasserstoffgas imprägnirt ist, nehmen sie vielSauerstoff, aber keinen Wasserstoff auf, so wie sich auchnachcr in der Schwimmblase kein Wasserstoffgas findet; inwäfsriger Kohlensäure und wäfsrigem Chlor, wenn gleichdiese Flüssigkeiten auch Luft enthalten, sterben die Fischein wenigen Minuten; auch sterben sie schnell in kohlensau-