Bestand tlieile. Wasserdampf. 471
durch einp grofse Reihe von Versuchen, welche zugleichGrundlage einer eigenen Theorie wurde, insbesondere Dal-ton 1 * hinsichtlich auf Wasser und sonstige Flüssigkeiten,so dafs dieser Satz von den bedeutendsten Physikern, z. B.Thalles 3 , Haüy 3 , Bror 4 5 6 , Soldner*, und vielen andernals allgemein gültiger Grundsatz in derNaturlehre angenom-men ist. Ist dieses aber richtig, so folgt der zweite Satzhieraus fast notliwendig von selbst, indem der Druck, wel-chen zwei, sich nichtchemich bindende, sondern nur gleich-sam neben und in einander existirende expansibele Flüssig-keiten ausiiben, der Summe ihrer Pressungen gleich seyn«rufs. IJai.ton 6 drückt dieses durch eine eigene , nach ihmbenannte Formel aus. Ist nämlich der Raum, welcher ir-gend eine völlig trockne Gasart bei einer gegebenen TemjJe-ratur einnimmt, = 1, der Druck, welchen sic ausübt = 2>,der Druck des Dampfes irgend einer Flüssigkeit, gleichfallsdurch die Höhe der Quecksilbersäule ausgedrückt =z f, soist beider Druck nach der Vereinigung, Unverändertheitder Temperatur und des Raumes vorausgesetzt, = p + f,der Raum der Gasart aber bei unverändertem Druckef p
= 1 + -. =-- Ist daher z. B. bei einer Temperatur
P- f P- f
von 82°,22 C. p = 76 cm und für Wasserdampf im Maximoder Dichtigkeit bei dieser Temperatur f = 3.8 c,n , so ist der
7 6
Raum nach der Vereinigung =-- = 2 oder doppelt
76-38
so grofs.
Kürzlich habe ich selbst 7 dieses Gesetz sowohl theore-tisch als auch durch Versuche aufs Neue geprüft, und alsResultat gefunden, dafs dasselbe zwar in seiner ganzen Aus-dehnung, eben wie das Mariottesche, nicht gültig seyn kann,
i Manchester Mem. V. P. H. p. S’j'i. Dllil. Brit, XXI. i4, G.XU. 385.
a G. XXVIII. 48i.
3 Traiti! eleni. de Pliys. I. 182 .
4 G. XXXV. 4a5.
5 G. XXXII. ao5.
6 a. a. O.
7 Munke Physika!. Abhandh p. 56i.